Die Impfungen werden vor allem für Risiko-Patienten empfohlen.
25. Oktober 2024 · Niederrhein

Risikopatienten sollen sich impfen lassen

Gegen Grippe und Corona empfiehlt Ständige Impfkommission

KREIS KLEVE. Im Herbst nehmen Erkrankungen der Atemwege wieder zu: Infektionen mit dem Influenza- und dem Corona-Virus unterliegen saisonalen Schwankungen. Aus diesem Anlass macht die Abteilung Gesundheitsangelegenheiten des Kreises Kleve auf die zum Schutz vor einer schweren Erkrankung vorhandenen Influenza- und COVID-19-Impfstoffe aufmerksam.

Die neuen Impfstoffe sind an die aktuell dominierenden Erregervarianten angepasst. Seit Anfang Oktober steigen die Fallzahlen gemeldeter Corona-Infektionen – auch im Kreis Kleve. Dem Kreis Kleve wurden im laufenden Monat bereits 167 positive Nachweise per PCR-Abstrich oder Schnelltest gemeldet (Stand 22. Oktober). Zum Vergleich: im August gab es 97 Meldungen. Influenza Meldungen sind bisher nur ganz vereinzelt eingegangen. Erfahrungsgemäß steigen die Influenzanachweise erst ab November und Dezember deutlich an und bleiben zum Frühjahr auf oftmals hohem Niveau. Von den gemeldeten Influenza-Fällen der Saison 2023/‘24, in denen eine Angabe zum Impfstatus der Erkrankten erfolgte, waren 90 Prozent nicht gegen Influenza geimpft. Die Ständige Impfkommission (STIKO), ein unabhängiges Expertengremium, empfiehlt allen Personen im Alter ab 60 Jahren sowohl eine Influenza- als auch eine COVID-19-Impfung. Die Verabreichung eines Hochdosis-Impfstoffes bei der Influenza-Impfung zeigt dabei für Senioren eine bessere Wirkung. Weitergehend werden beide Impfungen für „Risikogruppen“ empfohlen, beispielsweise für Personen mit chronischer Erkrankung der Atemwegsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus oder anderen Stoffwechselkrankheiten sowie bei Immunschwäche. Geimpft werden sollten außerdem Personen mit erhöhter Gefährdung aufgrund beruflicher Exposition (z.B. medizinisches Personal). Auch Personen, die in einem engen Kontakt zu betreuten „Risiko-Personen“ stehen und den Erreger übertragen könnten, sollten sich impfen lassen. Es ist möglich, die Influenza- und die COVID-19-Impfung zeitgleich zu verabreichen. Die Patienten sollten dabei darauf achten, dass die Injektion der Impfstoffe an zwei unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgt. Wurde im Verlaufe des Jahres bereits eine COVID-19-Infektion durchgemacht, ist für eine immungesunde Person eine Auffrischungsimpfung in der Regel nicht erforderlich. Für gesunde Erwachsene unter 60 Jahren ohne besondere Gefährdung sowie für gesunde Schwangere wird derzeit keine Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 seitens der STIKO empfohlen, wenn eine Basisimmunität besteht.

Die Impfungen werden vor allem für Risiko-Patienten empfohlen.