Riesenrad und Nervenkitzel
Gocher Sommerkirmes lockt mit vielen Attraktionen, Stadtkönigsschießen und Höhenfeuerwerk
GOCH. Goch ohne seine Sommerkirmes? Das ist keine Option – und so wurde die Traditionsveranstaltung kurzerhand an die räumlichen Gegebenheiten des Gocher Fußballsommers auf dem Marktplatz angepasst. Gemeinsam mit den Schaustellern wurde frühzeitig an einer Lösung getüftelt, damit es vom 27. bis 30. Juni heißen kann „Goch macht ein Fass auf!“ Dafür werden Fahrgeschäfte und Stände am Klosterplatz, an der Mühlenstraße und auf der Straße „Markt“, westlich des Marktplatzes sowie auf der Brückenstraße platziert. Die Nutzung der Mühlenstraße und des Klosterplatzes gestaltet sich weitgehend wie immer.
Schützenumzug
Wie gewohnt ist das Stadtkönigsschießen vor dem Rathaus fester Bestandteil der Kirmes, und das zum 20. Mal. In diesem Jahr richtet es die St. Georgius Gilde 1592 Goch aus. Zusammen mit dem Schützenverein Kessel-Nergena, der St. Kosmas & Damian Schützenbruderschaft Hülm-Helsum, dem Schützenverein Nierswalde, dem Schützenverein Pfalzdorf, dem Schützenverein Tell Goch und der St. Willibrordschützenbruderschaft Hassum zieht man am Kirmessamstag, 27. Juni, ab 14.30 Uhr, zum Rathaus. Begleitet wird der Umzug vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Goch. „Wir drehen eine kleine Runde durch Goch“, erzählt Gilde-Hauptmann Herbert Maassen. Treffpunkt ist an der Maria-Magdalena-Kirche, dann führt der Weg der Schützen vom Klosterplatz aus über die Mühlen- und Voßstraße, Steintor und Steinstraße zum Rathaus. Dort wird Bürgermeister Stephan Luyven die erfolgreichen Schützen des Bürgermeisterpokal-Schießens, das bereist stattgefunden hat, auszeichnen.
Für das Stadtkönigsschießen werden die Aufbauten des Gocher Fußballsommers ein Stück nach hinten versetzt, damit der Schießstand auf der Steinstraße, Richtung Rathaus, aufgebaut werden kann. Das Ergebnis des Schießens wird gegen 18 Uhr erwartet.
Happy Hour
Die offizielle Kirmeseröffnung findet am Samstag, um 15 Uhr, auf dem Klosterplatz statt. „Dort wird das erste Fässchen angeschlagen und wir freuen uns auf die ,Happy Hour‘ an den Ständen und Fahrgeschäften“, berichtet Dirk Janßen, Chef des Schaustellerverbandes Kleve-Geldern. Mit Blick auf das bunte Kirmestreiben, den Familientag mit ermäßigten Preisen am Montag, 29. Juni, und das beliebte Höhenfeuerwerk zum Abschluss, am Dienstag, 30. Juni, gegen 23 Uhr, hofft er, nach der Kirmes wieder sagen zu können: „Goch war ordentlich!“ Alle Beteiligten wollen jedenfalls dafür sorgen, dass dieses Ziel erreicht wird. So dürfen sich große und kleine Gäste auf insgesamt 38 Geschäfte freuen, davon zwölf Imbiss- und Essensstände, ein Bier- und Getränkewagen und fünf Großfahrgeschäfte. Besonders freut sich Nikolas Meyer von der Abteilung Ordnungswesen der Stadt Goch, darüber, dass wieder das Riesenrad „Panorama View“ in Goch steht: „Das macht optisch viel her.“ 42 Meter hoch ist das Hochgeschwindigkeitsfahrgeschäft „eXtrem“ (im Kreuzungsbereich Brücken-/Steinstraße), das für Nervenkitzel und rasanten Fahrspaß in luftiger Höhe sorgen dürfte. „Es war vor zwei Jahren schon hier und kam sehr gut an“, so Michael Sibben, Abteilungsleiter Ordnungswesen bei der Stadt. Mit dem Orbiter „Heroes“, dem Autoscooter und dem beliebten Musikexpress ist zudem für viel Abwechslung gesorgt. Ein 7D-Simulator bietet ungewohnte Perspektiven.
Für Kinder
Mit dem Kinderexpress, der „Fantastischen Reise 2“ und einem Kinderkarussell ist auch an die kleinen Besucher gedacht. Außerdem locken Trampolin, Entenangeln, ein Schießwagen, Spielautomaten, ein Greifer, Dosenwerfen, die klassische Verlosung und verschiedene Verkaufsstände. Michael Sibben und Nikolas Meyer sind sich sicher, dass all das wieder einen schönen Kirmeslauf bieten wird.
Freuen sich auf ein schönes Kirmeswochende: Schausteller, Schützen und Organisatoren. NN-Foto: CDS
Währen der Sommerkirmes findet im Rahmen des Gocher Fußballsommers keine Veranstaltung mit Eintritt statt. Der GochNess-Familientag am Sonntag, 28. Juni, bietet kostenlose Unterhaltung – und den Besuchern die Möglichkeit, zwischen Marktplatz und Kirmes zu „pendeln“. „Es greift alles gut ineinander“, so das Fazit der Organisatoren.
Sperrungen
Für die Sommerkirmes sind Sperrungen notwendig. Ab Montag, 22. Juni, ist der Frauentorplatz voll gesperrt, ab Dienstag, 23. Juni, der Klosterplatz. Ab Donnerstag, 25. Juni, 9 Uhr, sind dann die Brückenstraße ab Höhe der Wiesenstraße und die Mühlenstraße bis zur Höhe des Klosterplatzes für den Durchgangsverkehr gesperrt. Zudem werden Halteverbote entsprechend der Beschilderung eingerichtet. Am Samstag, 27. Juni, 14 Uhr, ist die Herzogenstraße ab der Bushaltestelle während des Schützenumzugs gesperrt. Alle übrigen Sperrungen werden am 1. Juli wieder aufgehoben. Die Wochenmärkte am Freitag, 26. Juni, und am Dienstag, 30. Juni, werden an die Südseite des Marktes verlegt.
Das Riesenrad „Panorama View“. Foto: Ronny Cornelius