Resilienz in Krisen und Katastrophenlagen
Veranstaltung der VHS in Kooperation mit der Abteilung Feuerwehr und Bevölkerungsschutz
KLEVE. Ein Stromausfall für einige Stunden mag zunächst wie eine lästige Unterbrechung erscheinen. Doch was geschieht, wenn nicht nur das Licht ausbleibt, sondern gleichzeitig Mobilfunk, Internet, Kartenzahlung oder Wasserversorgung beeinträchtigt sind? Schon vergleichsweise alltägliche Ereignisse wie Extremwetter, technische Störungen oder ein Ausfall digitaler Infrastruktur können dazu führen, dass gewohnte Abläufe plötzlich nicht mehr funktionieren.
Wie schnell sich solche Abhängigkeiten bemerkbar machen, zeigt ein Blick in den Alltag: Ohne Strom bleiben Herd und Heizung möglicherweise außer Betrieb, der Kühlschrank fällt aus und elektronische Zahlungsmöglichkeiten funktionieren nicht mehr. Fällt zusätzlich das Mobilfunknetz aus, sind auch Telefon und Internet nicht erreichbar. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt deshalb, sich auf Situationen vorzubereiten, in denen Hilfe oder Versorgung nicht sofort verfügbar sind. Dabei geht es nicht darum, für jedes denkbare Szenario gerüstet zu sein. Bereits einige grundlegende Vorkehrungen können helfen, eine schwierige Situation zu überbrücken. Dazu gehören beispielsweise ausreichende Vorräte an Wasser und Lebensmitteln, eine Hausapotheke, Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung bei einem Ausfall digitaler Netze sowie wichtige Dokumente und Kontaktdaten in erreichbarer Form. Das BBK nennt als Orientierung eine möglichst zehn Tage umfassende Selbstversorgung, betont aber zugleich, dass auch ein Vorrat für zunächst drei Tage bereits hilfreich sein kann.
Vorsorge bedeutet dabei nicht nur, Dinge einzulagern. Auch die Frage, wie man im Ernstfall Informationen erhält und einordnet, spielt eine Rolle. Warnungen können über unterschiedliche Kanäle verbreitet werden; bei einem Ausfall von Internet und Mobilfunk kann beispielsweise das Radio eine wichtige Informationsquelle bleiben. Ebenso kann es sinnvoll sein, sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, wo im eigenen Umfeld im Notfall Hilfe oder Informationen zu finden sind.
Mit dem Thema beschäftigt sich erstmals auch eine Veranstaltung der Volkshochschule Kleve in Kooperation mit der Abteilung Feuerwehr und Bevölkerungsschutz der Stadt Kleve. Unter dem Titel „Selbstschutz – Vorsorge für Krisen und Katastrophen“ vermittelt Abteilungsleiter Daniel Scholz praktische Grundlagen der persönlichen Notfallvorsorge. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Vorbereitungen im eigenen Haushalt sinnvoll sind und wie man sich in einer außergewöhnlichen Situation selbst und andere unterstützen kann. Die Veranstaltung orientiert sich dabei am Ratgeber des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Der kostenfreie Vortragsabend findet am Montag, 12. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im VHS-Haus an der Landwehr 2–6 in Kleve statt.
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