Regional-KODA gestaltet Arbeitsbedingungen für 65.000 Beschäftigte
Bistum Münster wählt neue Vertreter für die Tarifkommission
KEVELAER. Wer künftig die Arbeitsbedingungen von mehr als 19.000 kirchlichen Beschäftigten im Bistum Münster mitgestaltet, steht nun fest: Bei einer Wahlversammlung am 18. Juni in der Stadthalle in Münster-Hiltrup wurden Michael Ossege aus Coesfeld, Julia Simmes aus Kevelaer und Alexandra Damhus aus Billerbeck als Vertreter der Mitarbeiterseite in der Regional-KODA Nordrhein-Westfalen, der Kommission zur Ordnung diözesanen Arbeitsvertragsrechts, gewählt.
Die drei Gewählten vertreten ab Januar 2027 die Interessen der mehr als 19.000 kirchlichen Beschäftigten im Bistum Münster in der Koda. Das Gremium entscheidet mit Vertretern der Dienstgeber über grundlegende Fragen des Arbeitsverhältnisses, etwa zu Vergütung, Arbeitszeiten und weiteren Rahmenbedingungen. Die Regional-KODA NRW ist zuständig für die (Erz-)Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn mit insgesamt rund 65.000 Mitarbeitern.
Die Wahl gilt als wichtiges Signal für gelebte Mitbestimmung in der Kirche. „Die KODA steht für eine verbindliche und verlässliche Beteiligung der Mitarbeitenden an zentralen Fragen des Arbeitsrechts. Diese Form der Mitwirkung ist ein starkes Zeichen für die demokratische Kultur im kirchlichen Raum“, erklärte Franz-Josef Plesker, Vorsitzender des Wahlvorstands. Er dankte den Wahlbeauftragten für ihre Beteiligung: „Die engagierte Teilnahme zeigt, wie wichtig eine verlässliche Mitwirkung im kirchlichen Arbeitsrecht ist. Mit der Wahl ist eine gute Grundlage für die kommende Amtszeit gelegt.“
Michael Ossege (41) ist pädagogischer Mitarbeiter bei der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen. Julia Simmes (37) arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin in der Erwachsenen- und Familienbildung beim katholischen Bildungsforum im Kreisdekanat Kleve und Alexandra Damhus (56) ist als Diözesanseelsorgerin beim Kolpingwerk Münster tätig. Ihre unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen und Perspektiven wollen sie künftig einbringen. Die fünfjährige Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2027 und endet am 31. Dezember 2031.
Sie wollen ihre beruflichen Erfahrungen in die Arbeit der Regional-KODA einbringen (v.l.): Julia Simmes aus Kevelaer, Michael Ossege aus Coesfeld und Alexandra Damhus aus Billerbeck. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Julia Erhard