"Katharina Wittich und Jörn Franken planen Reeser Kunstsonntag, 8. Nov, Foto: Stadt Rees"
4. November 2026 · Rees

Reeser Kunstsonntag feiert Jubiläum mit neuer Leitung

Katharina Wittich übernimmt erstmals die Koordination und setzt auf bewährte Traditionen und frischen Wind

REES. Der Reeser Kunstsonntag feiert seine Jubiläumsausgabe. Für die Mitarbeiterin der Stadt Rees, Katharina Wittich, ist es das erste Mal, dass sie die Koordination des etablierten Kulturevents übernimmt. Seit Anfang des Jahres ist sie Mitarbeiterin in der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur und trat in die Fußstapfen der bisherigen Organisatorin Riccarda Leidenfrost. Die ist in den Ruhestand gewechselt, aber unterstützt noch punktuell in der Touristeninformation.

„Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Respekt vor der Aufgabe“, bewertet Katharina Wittich ihren Einstieg. Ihre Vorgängerin habe sie aber von Anfang an gut mitgenommen. „Ich habe gemerkt, wie gerne Riccarda diese Veranstaltung geplant hat. Ihr war es deswegen sehr wichtig, dass ich gut anknüpfen und diese Reeser Besonderheit im Kulturkalender optimal fortführen konnte“, sagt Wittich.

Sie merkte aber schnell, dass der hohe Stellenwert des Kunstsonntags von vielen Seiten her schöpfte. Schon der erste Kontakt mit den Künstlern zeigte, wie tief der Reeser Kunstsonntag in der Stadtgemeinschaft verwurzelt ist: „Viele wussten schon vom diesjährigen Termin, bevor ich sie kontaktiert habe. Einige hatten da bereits ihre Ausstellungsräume gesichert.“

Was die Aufgabe für Wittich so spannend, aber auch anspruchsvoll macht, ist die Vielfalt der Beteiligten. Unter den 36 Ausstellenden sind Menschen mit jahrzehntelanger Erfahrung ebenso wie solche, die ihre Kunst noch nie öffentlich gezeigt haben. Manche wissen genau, wie sie sich präsentieren wollen. Andere brauchen Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Ausstellungsort, wieder andere bei digitalen Prozessen. „Herauszufinden, wen ich wie unterstützen kann, ist die große und spannende Herausforderung“, sagt Wittich.

"Katharina Wittich mit Bürgermeister Sebastian Hense und Künstlern bei Kunstausstellung"

Katharina Wittich (vorne l.) mit Bürgermeister Sebastian Hense und den teilnehmenden Künstlern. Foto: NN/Michael Bühs

Genau diese Bandbreite macht für sie aber auch den Kern des Reeser Kunstsonntags aus: Neu-Kunstschaffende und etablierte Künstler stehen nebeneinander, gleichberechtigt sichtbar. Die Veranstaltung biete eine Plattform für alle, die sonst keine Galerie, keine Werbemöglichkeiten oder keinen Zugang zu Ausstellungsorten haben – und gleichzeitig zeige sie, wie viel Kunst in Rees ohnehin schon vorhanden ist: von privaten Galerien bis hin zu Ausstellungen im Rathaus und im Skulpturenpark.

Hilfreich ist da sicherlich, dass sie mit ihrer Familie in Rees wohnt, die Örtlichkeiten und Menschen durch ihr gesellschaftliches Engagement durch Schule sowie Vereine kennt. Aber auch mit ihrer Ausbildung und den damit verbundenen Erfahrungen im Veranstaltungsbereich kann sie auf einen passenden Erfahrungsschatz zurückgreifen.

„Ich erhalte aber Unterstützung von vielen Seiten“, erklärt Katharina Wittich. So stellen viele Reeser Unternehmen und Privatpersonen ihre Räume kostenlos zur Verfügung. Das sei keine Selbstverständlichkeit. „Die Künstlerinnen und Künstler mit ihren Ideen und Werken sind das Herzstück“, betont Wittich, „aber ohne diejenigen, die Räume öffnen und sich engagieren, wäre das alles ebenfalls nicht möglich.“

Die meisten Ausstellungen werden in Rees stattfinden. Aber auch in Haldern und Reeserward gibt es Anlaufpunkte. Alle Informationen zu den 36 Ausstellungsorten gibt es unter www.stadt-rees.de/kunstsonntag.

Katharina Wittich (mit Jörn Franken, beide Stadt Rees) koordiniert erstmals den Reeser Kunstsonntag am 8. November. Foto: Stadt Rees