Bei der Einweihung (v.l.): Sabrina Gürtler (Leitung Wohngemeinschaft Wohnquartier Wagnerstraße), Karin Beaupoil (Fachbereichsleitung Betreutes Wohnen), Stephan R. Brockschmidt (Vorstand / Geschäftsführer), Bürgermeister Stadt Kleve Wolfgang Gebing, Landrat des Kreises Kleve Christoph Gerwers, Jörg Kador (Vorstand / Geschäftsführer), Markus Schulzen (Landschaftsverband Rheinland), Jutta Dreher (Inklusionsbeauftragte für das Quartier Wagnerstraße, Stabsstelle Organisationsentwicklung), Friedhelm Bucksteeg (Aufsichtsratsvorsitzender). Foto: Lebenshilfe im Kreis Kleve
29. Mai 2025 · Kleve

Quartier für gemeinsame Wohn- und Lebenswünsche

Lebenshilfe im Kreis Kleve feiert in der Wagnerstraße 8-10 Eröffnung

KLEVE. Mit dem Bau eines innovativem Wohnprojektes im Quartier Wagnerstraße hat die Lebenshilfe in Kleve einen neuen ambulanten und inklusiven Standort geschaffen, der Menschen mit und ohne Hilfebedarf individuelle Wohnmöglichkeiten im Zusammenwohnen bietet.

„Die Lebenshilfe im Kreis Kleve hat für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kleve ein neues inklusives Wohnangebot mit Quartier mit rund 9,7 Millionen Euro Baukosten geschaffen“, Stephan R. Brockschmidt (Vorstand). In gut drei Jahren Bauzeit sind 34 inklusive Wohneinheiten entstanden. Es soll ein Forum für bürgerschaftliches Engagement darstellen und allen Bürgern der Stadt als Quartierstreffpunkt offenstehen. Das Quartier ist auch Ort der informellen Spielregeln und der gemeinsamen Improvisation. Junge und ältere Paare sowie Alleinstehende, Menschen mit und ohne Behinderung, haben Lust auf gute Gesellschaft in der Vielfaltsgemeinschaft. In ihrem Wohnquartier entdecken sie eine neue Sinnperspektive und erfahren einen großen Beziehungsreichtum. „Mit diesem innovativen Projekt bieten wir neue Möglichkeiten der Teilhabe und hoffen, dass die Menschen das Quartier mit Leben füllen“, sagt Jörg Kador (Vorstand). Dort sollen die Nutzer mit bedarfsorientierten und durch selbstständige Lebensweise stärkenden Leistungen unterstützt werden. Dazu gehören nicht nur qualifizierte Betreuung, Pflege und Beratung, sondern insbesondere auch Begegnung, soziale Kontakte, menschliche Nähe und nachbarschaftliche Unterstützung. Bei vielen Herausforderungen des Alltags können sich Menschen sehr gut selbst helfen, wenn ihnen eine leichte Hilfestellung gegeben wird. Inklusive Wohnprojekte bieten deshalb, neben professionellen Unterstützungsangeboten, auch niedrigschwellige Angebote, insbesondere bei der Assistenz und Alltagsbegleitung.

Im „Inklusiven Wohnquartier Wagnerstraße“ leben Mieter mit verschiedenen Teilhabe- und/ oder Pflegebedarfen und Lebensentwürfen zusammen mit Mietern ohne Unterstützungsbedarfen. Auch Menschen mit einer Mehrfach-Behinderung und sehr hohem Hilfebedarf, die eine „rund um die Uhr Betreuung“ benötigen, können hier ihre inklusiven Wohn-, Lebens- und Unterstützungswünsche verwirklichen.

Im Wohnquartier gibt es 34 Wohnungen, die zum Teil an mehrere Personen vermietet werden. Es müssen laut Förderbescheid des LVR mindestens 30 Prozent belegt werden mit Personen mit Hilfebedarfen. Mindestens 20 Prozent sollen an Mieter ohne Hilfebedarfe vermietet werden, so dass im Sinne des Konzepts und des inklusiven Anspruchs eine entsprechende Verteilung vorhanden ist und die partizipativen Prozesse wirken können. Im zentral im Gebäude integrierten Quartiersstützpunkt mit einem Mehrzweckraum mit großer Außenterrasse sowie mehreren Funktionsräumen, die bei Treffs, Feiern, Kulturveranstaltungen, Bildungs-, Therapie- und Beratungsangeboten genutzt werden, sollen Möglichkeiten der Begegnung entstehen. Durch öffentliche Veranstaltungen sollen soziale Kontakte auch im weiteren Sozialraum gefördert werden.

Das Wohnbauprojekt mit dem inklusiven Modellcharakter wurde Ende des Jahres 2024 mit der Fertigstellung der Außenanlage nach 20 Monaten Bauzeit abgeschlossen. Im August 2024 haben die ersten drei Wohngemeinschaften die Räumlichkeiten bezogen. Heute sind alle Wohneinheiten vermietet. Durch ein interdisziplinäres Team haben die Klienten und Bewohner die Möglichkeit Angebote „aus einer Hand“ zu erhalten.

Bei der Einweihung (v.l.): Sabrina Gürtler (Leitung Wohngemeinschaft Wohnquartier Wagnerstraße), Karin Beaupoil (Fachbereichsleitung Betreutes Wohnen), Stephan R. Brockschmidt (Vorstand / Geschäftsführer), Bürgermeister Stadt Kleve Wolfgang Gebing, Landrat des Kreises Kleve Christoph Gerwers, Jörg Kador (Vorstand / Geschäftsführer), Markus Schulzen (Landschaftsverband Rheinland), Jutta Dreher (Inklusionsbeauftragte für das Quartier Wagnerstraße, Stabsstelle Organisationsentwicklung), Friedhelm Bucksteeg (Aufsichtsratsvorsitzender). Foto: Lebenshilfe im Kreis Kleve