Pumpennachbarschaft „An der Vorburg“ in Alpen feiert 50-jähriges Bestehen
Gemeinsam wurde an Pfingsten gefeiert
ALPEN. Bei strahlendem Kaiserwetter traf sich am Pfingstmontag die Pumpennachbarschaft „An der Vorburg“ in Alpen an ihrer frisch glänzenden Pumpe.
Vor genau 50 Jahren hatte Franz Sevens, der damalige Gemeindedirektor von Alpen, die Nachbarschaft ins Leben gerufen.
Er wurde kraft Amtes von den Jungschützen des Junggesellenschützenvereins 1680 e.V. Alpen in Begleitung des Tambourcorps frühmorgens geweckt und hatte kurzerhand die (zukünftigen) Nachbarn aufgefordert, sich dieses Ereignis anzuschauen und mitzufeiern.
Die Straße „An der Vorburg“ befand sich damals noch in der Bauphase, es wohnten erst 3 Parteien hier. Dennoch ließen es sich die Bauherren:innen nicht nehmen und schwangen sich auf ihre Fahrräder, um das Wecken des Schützenvereins zu erleben. Anschließend wurde in der heimischen Garage tüchtig gefeiert. Bänke wurden aufgestellt, für Getränke war gesorgt und irgendwer schmiss dann den Grill an. Schnell waren sich die Nachbarn einig, dass man auch künftig zusammenhalten wolle und so wurde diese Pumpennachbarschaft ins Leben gerufen.
In den nächsten Jahren folgten viele Aktivitäten: zusammen wurde ein Trupp für den Kinderkarnevalszug zusammengestellt, es wurden Fahrradtouren organisiert und gemütliche Feiern wie beispielsweise das traditionelle Grünkohlessen im Herbst. Bei Einzug wurde ein Kranz gebunden und mit selbstgedrehten Röschen verziert, um die neuen Nachbarn direkt in den Kreis zu integrieren. Einige Nachbarn gründeten sogar einen Kegelclub namens „Die Vorbürger“. Traditionell wurde natürlich am Pfingstmontag zusammen gefeiert. Für die Kinder wurde immer etwas organisiert, zum Beispiel Sackhüpfen und der traditionelle Kirmesbesuch. Auch gab es jedes Mal eine Skatrunde. Gefeiert wurde meist bis in die Nacht. Zum 25jährigen Bestehen wurde dann auch eine Pumpe angeschafft, ein Nachbar stellte eine Ecke seines Grundstücks für den Bau zur Verfügung und dort wird seitdem jedes Jahr ein Maibaum aufgestellt. So wurde die Nachbarschaft – in Freud und Leid – über die Jahre lebendig gehalten.
Während der Coronazeit mussten dann leider die Aktivitäten ruhen. Anschließend gaben sich jedoch einige Nachbarn einen Ruck und organisierten erneut gemütliche Treffen. Hierzu wurden auch die inzwischen zugezogenen neuen Nachbarn eingeladen und diese Initiativen wurden gerne angenommen. Rasch war man sich einig, dass das 50jährige Jubiläum zünftig gefeiert werden muss. Hierzu erschienen dann auch unser Bürgermeister Ludger Staymann und unsere Ortsvorsteherin Uschi Hüsch sowie Vertreter von Schützenverein und Heimat- und Verkehrsverein. Und natürlich durfte an diesem ganz besonderen Festtag das Wecken durch die Junggesellenschützen und den Tambourcorps nicht fehlen.
Die Mitglieder der Pumpennachbarschaft an der Vorburg feierten gemeinsam. Foto: Armin Fischer