Landrat Christoph Gerwers (l.) und der zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Baetzen (2.v.r.) begrüßten das PSU-Team Unterer Niederrhein um Leiter Jürgen Buil (2.v.l.) beim ersten Arbeitstreffen im Kreishaus Kleve. Foto: Kreis Kleve
29. Januar 2026 · Niederrhein

PSU-Team wird künftig vom Kreis Kleve betreut

Ehrenamtliche psychosoziale Unterstützung von Einsatzkräften

KREIS KLEVE. Immer wieder wird ihre Hilfe gebraucht. Ob nach einem Großbrand, bei dem auch Feuerwehrkräfte verletzt wurden, oder nach einem herausfordernden Einsatz des Rettungsdienstes oder einer Hilfsorganisation.

Bereits seit 2018 kümmert sich das so genannte „PSU-Team Unterer Niederrhein“ um die Nachsorge und emotionale Stabilisierung von Einsatzkräften im Kreis Kleve. Die aktuell 13 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet haben eine Ausbildung in der psychosozialen Unterstützung (PSU) und verfügen über langjährige Einsatzerfahrung oder sie haben einen beruflichen Hintergrund mit psychologischen Qualifikationen. Bislang wurde das Team von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve betreut. Künftig wird das „PSU-Team Unterer Niederrhein“ im Interesse der bereits jetzt kreisweiten Tätigkeit durch den Kreis Kleve weitergeführt. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem PSU-Team eine umfassende Betreuung nach belastenden Einsätzen anbieten können“, begrüßte Landrat Christoph Gerwers das Team um Leiter Jürgen Buil beim ersten Arbeitstreffen im Kreishaus. Er dankte dabei ausdrücklich der Freiwilligen Feuerwehr Kleve und der Stadt Kleve für die langjährige Betreuung des PSU-Teams. Jürgen Buil betonte dabei, sein Team sei aktuell sowohl fachlich als auch organisatorisch sehr gut aufgestellt. Auch er sieht durch die künftige Organisation seines Teams als Kreiseinheit Vorteile für alle Einsatzkräfte – schließlich ist sein Team im gesamten Kreisgebiet aktiv.

Zu den Aufgaben des „PSU-Teams Unterer Niederrhein“ zählt neben der Hilfe bei der Verarbeitung belastender Einsätze auch die Durchführung von Nachbesprechungen zur Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit der Einsatzkräfte. Darüber hinaus informiert und berät das PSU-Team auch präventiv Einsatzeinheiten über mögliche psychische Belastungen und entsprechende Hilfsangebote. Landrat Gerwers: „Ihre wertvolle Unterstützung trägt dazu bei, dass die Einsatzkräfte im Kreis Kleve in herausfordernden Situationen besser vorbereitet sind oder nach schweren Einsätzen einsatzfähig bleiben.“ Am Treffen nahmen auch Mitarbeiter aus dem Sachgebiet Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung teil, da das PSU-Team durch ein entsprechendes Landeskonzept auch bei Großeinsatzlagen außerhalb des Kreisgebiets alarmiert werden kann. Außerdem übernehmen diese Mitarbeiter des Kreises nun die vollständige Betreuung des PSU-Teams als neue Kreiseinheit.

Landrat Christoph Gerwers (l.) und der zuständige Fachbereichsleiter Jürgen Baetzen (2.v.r.) begrüßten das PSU-Team Unterer Niederrhein um Leiter Jürgen Buil (2.v.l.) beim ersten Arbeitstreffen im Kreishaus Kleve. Foto: Kreis Kleve