Die Lichterfahrt zur Motorradwallfahrt startet am Samstag ab 18.30 Uhr. Foto: Bistum Münster
1. Juli 2025 · Kevelaer

PS-starke Wallfahrt und päpstlicher Segen

Motorradwallfahrt am Samstag in Kevelaer / Pontifikalamt am Sonntag

KEVELAER. „Mo-Wa“ ist wieder das Stichwort am Samstag, 5. Juli, auf dem Kapellenplatz in Kevelaer. Die traditionelle Motorradwallfahrt findet in diesem Jahr zum 41. Mal statt.

„Diese Tradition tut uns gut“, sagt Pastoralreferent Dr. Bastian Rütten. „Sie bringt Leben und Lebendigkeit auf den Kapellenplatz und ins Forum Pax Christ“, so der Theologe und Wallfahrtsseelsorger. Die MoWa wäre aber nichts ohne die vielen, die sich das ganze Jahr über die Veranstaltung Gedanken machen. Ein ganzer Verein engagiert sich, um diese Wallfahrt lebendig zu halten.

Schon längst ist das neue Konzept angekommen und der Ablauf hat sich etabliert. Ab 13.30 Uhr findet die Anreise für die Motorräder auf dem Kapellenplatz statt. Anlaufpunkt ist immer auch das Forum Pax Christi. „Man trifft sich, man kommt ins Gespräch“. Allein schon diese Atmosphäre sei toll, schwärmt Rütten. Eine offizielle Begrüßung mit einer kurzen Andacht ist dann um 14 Uhr vor der Gnadenkapelle.

Ab 17.30 Uhr beginnt die Aufstellung zur Lichterfahrt auf der Walbecker Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts. Dort beginnt dann um 18.30 Uhr die Lichterfahrt rund um Kevelaer. Nach circa einer Stunde kommt die Prozession auf dem Kapellenplatz an. Hier findet eine Andacht mit Segnung der Motorräder und der Fahrer statt. „Zu jeder Wallfahrt gehört auch das leibliche Wohl und das Feiern“, sagt Rütten und schmunzelt. Dazu ist im Anschluss genügend Gelegenheit.

Viele Helfer haben das Forum Pax Christi geleert. Hier spielt die Band „Sex in the fridge“. Sie ist im Umkreis von Kevelaer sehr bekannt, vor allem für die handgemachte und fantastische Rockmusik. Auf dem Kapellenplatz und im Forum sind viele Gäste gerne gesehen. „Das macht unseren Ort aus“, sagt Rütten. „Wir freuen uns, wenn Menschen kommen und mit uns gemeinsam ein Stück Lebensweg teilen.“

In diesem Sinne lädt die Wallfahrtsgemeinde am Sonntag, 6. Juli, zum Pontifikalamt zu Maria Heimsuchung in die Basilika ein. Die feierliche Messe schließt mit dem päpstlichen Segen.

„Eigentlich hatten wir den Abt der Dormitio Abtei in Jerusalem eingeladen. Nikodemus Schnabel konnte leider und verständlicherweise wegen der Lage in Israel nicht anreisen“, so Dr. Bastian Rütten. Nun freut man sich auf Ulrich Boom. Er ist Weihbischof in Würzburg und war bereit, einzuspringen. „Wir sind aber besonders mit Abt Nikodemus und dem Heiligen Land verbunden“, sagt Rütten und fährt fort: „Wir denken an die Menschen im Nahen Osten, in der Ukraine und in allen Kriegsgebieten der Erde. Frieden ist so nötig. Wir wollen hier damit anfangen“.

Die Lichterfahrt zur Motorradwallfahrt startet am Samstag ab 18.30 Uhr. Foto: Bistum Münster