Peter Verweyen: Alles hört auf sein Kommando
LHUN-Mitarbeiter legt Schiedsrichter-Prüfung ab
Die Schulungen beim Fußballverband Niederrhein (FVN) fanden in Bocholt statt und gingen über drei volle Tage. „Gerade die Theorie war eine echte Herausforderung für mich“, erzählt Peter Verweyen, der nie richtig lesen und schreiben gelernt hat. „Aber bei den praktischen Übungen auf dem Fußballplatz habe ich mich dann sofort wohl gefühlt.“
Dort verbringt er auch am liebsten seine Freizeit. Neben seiner Arbeit in der Werkstatt der Lebenshilfe Unterer Niederrhein (LHUN) in Rees ist Fußball seine große Leidenschaft. Schon seit er ein kleiner Junge war, stand er auf dem Platz. Jetzt ist er eine feste Größe im Team von Eddy Irro, Abteilungsleiter der Fußballer mit Handicap. Seine Idee war es auch, Peter Verweyen die Ausbildung zum Schiedsrichter machen zu lassen. „Eddy hat mir gesagt, dass wir dringend neue Jugendschiedsrichter für unsere Mannschaften brauchen“, erinnert sich Peter Verweyen. „Da brauchte ich nicht lange überlegen, denn es war schon lange ein kleiner Traum von mir, ein Spiel zu pfeifen.“ Voller Vorfreude und Aufregung blickte er seinem ersten „dienstlichen“ Einsatz entgegen. Ende März pfiff er beim Inklusionsturnier in Mussum. „Natürlich bin ich aufgeregt und habe Angst vor Fehlentscheidungen“, gab der 34-Jährige im Vorfeld zu. „Aber nur so kann ich Erfahrungen sammeln.“
Als Trio auf dem Platz
Und alleine pfeifen muss er auch künftig nicht. Wie bei den Profis sind sie als Schiedsrichter-Trio auf dem Platz, so dass er im Zweifel fachkundige Unterstützung hat. Und wenn man dabei das Leuchten in Peter Verweyens Augen sieht, dann weiß man, dass er sein Bestes geben wird. Ihm sind Fairness und Konsequenz sehr wichtig. Genau so ist er auch an seine Ausbildung herangegangen: konsequent, zielstrebig und selbstbewusst. „Einige Aufgaben sind mir schon schwerer gefallen als andere“, gibt er zu. „Aber das Lernen hat sich gelohnt und jetzt kenne ich mich richtig gut aus.“
Peter Verweyen hat die Ausbildung zum Schiedsrichter beim FVN erfolgreich bestanden. Foto: LHUN