Aussteller und Veranstalter freuen sich auf die 24. Job4U-Messe in Rees. NN-Foto: Thomas Langer
5. März 2025 · Rees

Perspektiven und Angebote auf der „Job4U“ in Rees

80 Aussteller präsentieren sich und ihre Berufe am 11. März im Bürgerfoum

REES. „Wir haben das Maximum erreicht“, verkündet Bürgermeister Sebastian Hense zur diesjährigen „Job4U“-Ausbildungsmesse. Konkret bedeutet das: Die Stadt und das Wirtschaftsforum Rees präsentieren als Veranstalter am Dienstag, 11. März, einen Rekordwert. 80 Austeller aus der Region werden von 16 bis 19 Uhr das Bürgerhaus am Markt 1 füllen. Mit dabei: Unternehmen, weiterführende Schulen, Dienstleister und Hochschulen.

Früher sollte die Messe Schülern ab der 9. Klasse den Einstieg in den Beruf erleichtern. Mittlerweile haben die Veranstalter das Konzept aber auch für alle anderen Jobsuchenden geöffnet. „Immer wieder sind auch Kontakte zwischen Eltern und Firmen entstanden“, erläutert Sebastian Hense. Er verspricht allen Besuchern: „Wir bringen einen großen Teil der Arbeitswelt ins Bürgerhaus.“

Bildung, Handwerk, Gesundheit/Soziales, Industrie, der öffentliche Sektor, Handel, Dienstleistung: Die Branchenvielfalt auf der 24. „Job4U“ ist groß, die Zahl der präsentierten Berufe und Studiengänge noch größer. Die Motivation hinter dem Event ist schnell zusammengefasst: „Wir lesen immer wieder, dass viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben“, sagt Hense. „Viele Jugendliche suchen aber auch einen Ausbildungsplatz. Wir wollen beide Seiten zusammenbringen.“

Dieses Vorhaben ist offenbar von Erfolg gekrönt: Wirtschaftsförderin Sandra Kimm-Hamacher ist froh über das große Interesse der Aussteller aus zahlreichen Branchen. Vor allem habe es dieses Mal viele zusätzliche Anfragen gegeben. Trotz bereits erschöpfter Kapazitäten habe man daher neuen Platz geschaffen. „Zwei Stände bauen wir draußen mit Pavillons auf“, sagt Kimm-Hamacher. Annette Kook vom Stadtmarketing kann ihrerseits von der Besucherseite Gutes berichten: „Die Resonanz bei den Schülern ist im letzten Jahr noch größer als sonst gewesen, weil viele Praktikumsplätze gesucht und vor Ort vermittelt wurden.“

Aber auch die Planung bringt Vorteile mit sich, vor allem für die Aussteller, wie Kook erklärt: „Was uns auszeichnet: Unsere Messe ist kurz und knackig.“ Das steigere die Bereitschaft zur Teilnahme. Hinzu kommt das rollierende System, das für Gerechtigkeit bei der Platzvergabe sorgen soll. „Alle Branchen stehen mal woanders. Das finden die Aussteller gut“, sagt Sandra Kimm-Hamacher.

Neulinge und alte Bekannte

Neben den alten Bekannten können die Besucher am 11. März wieder ungewöhnliche Berufe für sich entdecken. Den Süßwarentechnologen zum Beispiel, „mein Favorit“, wie Sebastian Hense mit einem Lachen zugibt.

Einige Jobs sind außerdem das erste Mal auf der Messe zu finden. Zu ihnen gehören der Zahntechniker, der Orthopädietechnik-Mechaniker oder die Fachkraft für Hafenlogistik. Was sich genau dahinter verbirgt, das offenbart sich schnell im 1:1-Gespräch mit den Ausstellern. Das bringt neben interessanten Infos noch einen anderen Vorteil mit sich: Vor allem die jüngeren Besucher haben hierüber gute Chancen auf Praktika – und damit auf einen geschmeidigen Berufseinstieg. Gesucht werden beispielsweise Praktikanten für die Eingliederungshilfe.

Ein Schwerpunkt des Tages liege zwar auf dem lokalen Handwerk, verrät Sandra Kimm-Hamacher, als Publikumsmagnet dürfe sich aber wieder einmal der öffentliche Sektor herausstellen. „Eines der Highlights ist immer auch die Karriereberatung der Bundeswehr und der Polizei“, erläutert sie. Dabei kann es sehr gut sein, dass sich wieder ein Liegestütze-Battle zwischen Bundeswehr und Besuchern entzündet. Das wäre aber nicht der einzige Hingucker. „Immer wieder gibt es etwas zu sehen und zu machen.“ Neben den Präsentationsvideos gibt es vor allem im Außenbereich einige große Kaliber zu bestaunen, die den hiesigen Arbeitsmarkt greifbar machen: vom Truck über Transporter bis hin zur Hebebühne. „Den größten Bereich auf der Job4U bilden die Industrie und Logistik.“

Als Ergänzung zu den Ausbildungsberufen freut sich Bürgermeister Hense besonders über die Teilnahme der Hochschule Rhein-Waal. „Sie ist ein großer Gewinn für die Region. Früher musste man für das Studium wegziehen.“

Wer bei so viel Auswahl Hilfe bei der Orientierung braucht, sollte zunächst einen Halt im Eingangsbereich des Bürgerhauses einlegen. Hier befindet sich das Infocenter. „Erstmals haben wir außerdem einen Lotsen, der zu jeder vollen Stunde über die Messe führt“, sagt Annette Kook. „So wollen wir die Hemmschwelle möglichst niedrig halten, die Kontaktaufnahme erleichtern und zielgerichtete Orientierung anbieten.“ Anmelden dafür kann man sich gerne im Vorfeld per Email an sandra.kimm-hamacher@stadt-rees.de oder unter Telefon 02851/51207. Eine spontane Teilnahme ist ebenfalls möglich.

Übrigens: Wer vor oder nach einem Gespräch eine Stärkung braucht, kann beim Stand der angehenden Abiturienten halten und sich gegen eine Spende mit selbstgemachten Waffeln versorgen. An Kaffee und andere Getränke ist ebenfalls gedacht.

Informationen zur anstehenden Messe gibt es unter www.stadt-rees.de/bildung-soziales/bildung/job4u/. Wie es danach weitergeht, das steht ebenfalls schon fest: Am 3. März 2026 feiert die Job4U ihr 25. Jubiläum.

Aussteller und Veranstalter freuen sich auf die 24. Job4U-Messe in Rees. NN-Foto: Thomas Langer