Das Pfarrhaus in Ossenberg steht derzeit leer. Foto: privat
12. Oktober 2023 · Xanten

Ossenberger Vereine brauchen mehr „Raum“

Sie wollen sich weiterentwickeln und brauchen dafür einen geeigneten Platz

OSSENBERG. Die Vorstände der Ossenberger Vereine trafen, um die Planung des Martinimarktes zu besprechen. Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurde ein Problem angesprochen, das alle Vereine in Ossenberg betrifft und ihre Weiterentwicklung einschränkt –Platzprobleme. Dabei ist nicht nur ein Ort zum Feiern gemeint, sondern vielmehr logistischer Raum. Zum Beispiel ein einfacher, trockener Raum, in dem Vereinsfahnen oder Equipment für den Martini-Markt sauber und sicher gelagert werden können.

Dies belastet die Vereine Heimatverein Herrlichkeit, Ossenberger Schützen, Karneval Ausschuss Gemütlichkeit und den Verein Gemütlichkeit immer stärker und bremst die Entwicklung im Dorf aus. „Ich glaube, Ossenberg hat besonders viele Kümmerer“, sagte einst Rheinbergs Bürgermeister Dietmar Heyde. Denn diese engagierten Bürger möchten sich um das Dorfleben kümmern.

In diesem Zusammenhang wurde über den Dorfmittelpunkt und den Bereich der katholischen Kirche mit der Kirche, dem Kindergarten, dem Josefshaus und dem Pfarrhaus gesprochen. Seitens der katholischen Kirche wird es sicherlich bald eine Planungsphase für die zukünftige Nutzung dieser Flächen und Gebäude geben, da alle Gebäude ein gewisses Alter erreicht haben und nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Außerdem steht das Pfarrhaus nach dem Auszug der Geflüchteten aus der Ukraine wieder leer.

Die Vereine und mit Sicherheit jeder Ossenberger würden es begrüßen, wenn die Kirche das Dorfleben in ihre Planungen einbeziehen würde. Wie schön wäre es, wenn das gesamte Kirchenareal, einschließlich der Kirche und des Kindergartens, optisch und praktisch eine Erweiterung des Dorfplatzes darstellen würde?

Das Kirchenareal würde mit zum Mittelpunkt in Ossenberg werden und vielleicht können die Gebäude, so wie zum Beispiel in Nachbarort Borth bereits vorhanden, mit einem Mehrzweckraum für pastorale Arbeit, sowie für die Ossenberger Vereine und Bürger geplant werden.

Somit würde das seinerzeit von Ossenbergern gespendete Land sowie die eigenhändig gebauten Gebäude auch zukünftig den im Dorf lebenden zur Verfügung stehen.

Die in der Sitzung anwesenden Vereinsvorstände waren sich einig, dass diese Wünsche an die Kirche, den Kirchenvorstand und Pfarrer Ahls herangetragen werden sollten. Leider sind dies Lösungen, die erst in mehreren Jahren umgesetzt werden könnten und uns Vereinen nicht sofort helfen. Es gab jedoch noch eine Idee, die die Zeit überbrücken könnte. Da das Pfarrhaus jetzt wieder leer steht, könnten die Vereine eine Art Patenschaft für das Pfarrhaus übernehmen. Dies würde Ossenberg sofort helfen und die Kirche müsste sich weniger um das Gebäude kümmern. Auch hier war sich die Versammlung einig, dass diese Möglichkeit schnellstmöglich mit der Kirche besprochen werden sollte.

So oder ähnlich könnten sich die Vorstände der Vereine den Umgang mit dem Kirchenareal vorstellen. Auf eine Rückmeldung der Anfrage an den Kirchenvorstand von St. Peter Rheinberg die vor einiger Zeit gestellt wurde, sehen die Vereinsvorstände positiv entgegen.

Das Pfarrhaus in Ossenberg steht derzeit leer. Foto: privat