Der Betreuungsverein und Betreuungsrichterin Claudia Knickrehm (Amtsgericht Kleve) ehrten rechtliche Betreuerinnen und Betreuer für zehn- und 25-jährige Mitgliedschaft im Betreuungsverein. Foto: privat
5. Februar 2025 · Goch

Neujahrsfrühstück in Weeze mit dem Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreise Kleve

Ein Vormittag für das Ehrenamt

KREIS KLEVE/WEEZE. „Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns Halt im Leben“. Unter diesem Motto hatte der Betreuungsverein der Diakonie im Kirchenkreis Kleve seine ehrenamtlichen Mitglieder kürzlich zum Neujahrsfrühstück in das Bürgerhaus Weeze eingeladen.

Alle Ehrenamtlichen führen eine oder mehrere rechtliche Betreuungen. Der Betreuungsverein nutzte das Neujahrsfrühstück, um die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Betreuer zu würdigen.

Helma Bertgen, Mitarbeiterin im Betreuungsverein, begrüßte die 130 Gäste und erläuterte das Motto des Tages. Sie erklärte, warum die ehrenamtliche Arbeit so wichtig ist und welchen Einfluss sie auf das Leben der Menschen hat. „Wir danken Ihnen, dass Sie die Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten und sich den Herausforderungen stellen. Und wir danken den betreuten Menschen, die uns in ihr Leben lassen, denn auch wir lernen durch jede Betreuung Neues dazu.“ Anschließend begrüßte Superintendent Pfarrer Robert Arndt die Gäste und nahm in seiner Rede Bezug auf die Jahreslosung 2025: „Prüft alles und behaltet das Gute“. Er dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Ehrenmitglieder

Als besondere Anerkennung für die langjährige Mitgliedschaft wurden alle Ehrenamtlichen geehrt, die bereits ein 25. oder zehntes Jubiläum im Betreuungsverein feiern können. Die stellvertretende Direktorin des Amtsgerichtes Kleve, Claudia Knickrehm, dankte den Ehrenamtlichen auf der Bühne persönlich. Mitarbeiter des Betreuungsvereins überreichten eine Urkunde, einen Gutschein und Blumen. Hans-Jürgen Krohn aus Goch wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Er führt seit 25 Jahren ehrenamtlich die rechtliche Betreuung von mehreren Menschen, welche die Unterstützung eines „Fremdbetreuers“ benötigen. Das bedeutet, der Betreuer hat keinen familiären oder anderen engen persönlichen Bezug zum Betreuten. Helga Schmidt-Heck aus Rees wurde ebenfalls für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Sie betreut ihre Tochter und ist damit eine ehrenamtliche familiäre Betreuerin. Beide schätzen besonders die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Querschnitt-Teams des Betreuungsvereins. Für die zehn jährige Mitgliedschaft wurden Gabriele Bertelt aus Duisburg, Wilhelm Opgenhoff aus Goch, Maria Reers aus Kevelaer, Christine van Gemert-Dicker aus Rees, Peter Thyrock aus Kevelaer und Helga Schmidt-Heck aus Rees geehrt. Alle Ausgezeichneten und Gäste betonten in Gesprächen, wie gut es sei, dass sie im Betreuungsverein der Diakonie für alle Themen rund um die Betreuung immer eine Ansprechperson hätten. Dies würde ihnen viel Sicherheit und Zuspruch geben, so dass sie das Ehrenamt mit Freude und Engagement ausführen könnten.

Abgerundet wurde der Vormittag durch ein kulturelles Programm der vielseitigen Künstlerin Monika Hintsches aus Mönchengladbach. Ihr gelang es mit ihrer Paraderolle als „Trude Backes“ eine unterhaltsame wie inspirierende Aufführung auf die Bühne zu zaubern. Sie nahm aktuelle politische und gesellschaftliche Aspekte aufs Korn, darunter die Deutsche Bahn, Berufspolitiker aller Parteien wie auch die komplizierte Bürokratie in Deutschland. Mit ihrer Akustikgitarre parodierte sie gekonnt bekannte Lieder. Ihre Darbietung kam bei den Gästen wunderbar an und sie erntete verdienten Applaus. „Ich finde, das Neujahrsfest des Betreuungsvereins war ein gelungener Auftakt in das neue Jahr 2025“, sagte Nadine Bremer, Mitarbeiterin im Betreuungsverein. „Wir wollen damit unseren Mitgliedern die Möglichkeit zum Austausch geben, sie ermutigen, weiterhin aktiv zu bleiben und sich auch gegenseitig zu unterstützen.“

Der Betreuungsverein und Betreuungsrichterin Claudia Knickrehm (Amtsgericht Kleve) ehrten rechtliche Betreuerinnen und Betreuer für zehn- und 25-jährige Mitgliedschaft im Betreuungsverein. Foto: privat