Neuer Träger für Kerkener Kita
28. Mai 2026 · Kerken

Neuer Träger für Kerkener Kita

Kreis Kleve und Lebenshilfe im Kreis Kleve vereinbaren Nachschärfung der Kita-Strukturen in der Gemeinde Kerken

KERKEN. Vielerorts werden die bundesweit zu verzeichnenden Geburtenrückgänge in den nächsten Jahren konkrete Auswirkungen auf die Betreuungslandschaften haben. Auch im Kreis Kleve ist erkennbar, dass das Angebot in der Kindertagesbetreuung in einigen der elf vom Kreis Kleve betreuten Städte und Gemeinden größer sein wird als die Nachfrage der Familien. Da sich die Betreuungslandschaft in der Gemeinde Kerken mit dem geplanten Neubau einer Kindertageseinrichtung in Aldekerk ohnehin noch im Umbruch befindet, haben der Kreis Kleve als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe und die Lebenshilfe im Kreis als Trägerin der Übergangs-Kita „Kerken III“ nun eine Nachschärfung der Kita-Strukturen in Kerken vereinbart.

Die Übergangs-Kita „Kerken III“, die seit September 2024 betrieben wird, ist – so lässt es die vorläufige Bezeichnung bereits vermuten – aktuell die dritte Kindertageseinrichtung in Trägerschaft der Lebenshilfe in Kerken. Die Kita ist derzeit und bis zur Fertigstellung des sich noch in Planung befindlichen Neubaus der Kita in einem provisorischen Kita-Gebäude untergebracht. Im Sinne einer möglichst großen Trägervielfalt im Bereich der Jugendhilfe – und damit auch im Bereich der Kindertagesbetreuung – haben der Kreis Kleve und die Lebenshilfe nun vereinbart, dass die Lebenshilfe die Trägerschaft an der Kita „Kerken III“ nur noch bis zum Ende des Kindergartenjahres 2026/27 – also bis zum 31. Juli 2027 – übernimmt. Zur Sicherstellung eines nahtlosen Übergangs hat der Caritasverband Geldern-Kevelaer e. V. seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, ab dem 1. August 2027, pünktlich zum Start des Kindergartenjahres 2027/28, die Trägerschaft der Kita zu übernehmen.

Zeitgleich mit der späteren Inbetriebnahme der neuen Kita soll dann die zweigruppige Kita „Drachenschnur“ der Lebenshilfe geschlossen werden, um den Zuwachs an Betreuungsplätzen bei gleichzeitig sinkender Nachfrage zu kompensieren.

„Die Lebenshilfe hat in den vergangenen Jahren in vielen Kommunen Trägerschaften zusätzlicher Kitas übernommen und den Jugendhilfeträger Kreis Kleve damit als verlässlicher Partner direkt und maßgeblich bei der Erfüllung des gesetzlichen Anspruchs auf Förderung von Kindern in Kitas unterstützt. Die Lebenshilfe wird mit ihren zahlreichen Kitas auch künftig ein wichtiger Partner für den Kreis Kleve bleiben“, sagt Landrat Christoph Gerwers.

Auch aus Sicht der Lebenshilfe unterstützt die vereinbarte Schärfung der Strukturen die Träger dabei, den Betrieb der Kitas langfristig verlässlich und wirtschaftlich zu sichern. Die Lebenshilfe im Kreis Kleve begleitet Kinder und Familien mit einem starken Netzwerk aus inklusiven Kindertageseinrichtungen und Familienzentren. Als einer der großen Träger im Kreisgebiet betreut sie aktuell mehr als 1.300 Kinder in 20 Kitas – mit fachlicher Kompetenz und gelebter Inklusion. In Kerken bleibt die Lebenshilfe weiterhin mit der inklusiven Kita „Klatschmohn“ in Stenden vertreten. Die Einrichtung besteht seit 1998 und betreut rund 60 Kinder in drei Gruppen.

Mit dem Caritasverband Geldern-Kevelaer soll ein weiterer, neuer Träger in Kerken hinzukommen. Die wachsende Trägervielfalt in Kerken erhöht die Auswahl für Familien bei der Suche nach einer zu den individuellen Bedürfnissen passenden Kita. Für die vom Wechsel der Trägerschaft der Kita „Kerken III“ und der geplanten Schließung der Kita „Drachenschnur“ direkt betroffenen Familien sowie die Mitarbeitenden der Kitas erarbeiten der Kreis Kleve, die Lebenshilfe und der Caritasverband gemeinsam und verantwortungsvoll geordnete und transparente Abläufe der Veränderungen.