Neuer Radweg in Kleve eröffnet: Verbindung am Spoykanal fertiggestellt
Bürgermeister Dahmen weiht Brücke über den Tweestrom ein. Komfortabler Ausbau für E-Bikes. 1,55 Kilometer lange Strecke schließt Lücke im Radverkehrsnetz zwischen Innenstadt und Ortsteilen
KLEVE. Entspannt radeln direkt am Wasser: Der Radweg in Kleve entlang des Spoykanals samt Brücke über den Tweestrom ist eröffnet. Mit dem Bau der Trasse hat die Stadt Kleve einen wichtigen Lückenschluss im Radverkehrsnetz zwischen Innenstadt, Gewerbegebiet und den Ortsteilen erreicht. Bürgermeister Markus Dahmen lud zur offiziellen Einweihung der fertiggestellten Strecke ein.
Auf rund 1,55 Kilometern Länge verbindet die neue Trasse entlang des Spoykanals die Benzstraße im Süden mit der Straße Spyckscher Baum im Norden. Optisches und technisches Highlight des Projektes: Zur Querung des Tweestroms, eines schmalen Altrheinarms direkt am Parkplatzbereich der Benzstraße, wurde eigens eine Radwegbrücke errichtet. Nachdem die vorbereitenden Arbeiten bereits Anfang 2025 begonnen hatten und die eigentlichen Bauarbeiten im November 2025 aufgenommen wurden, konnte das Projekt Anfang Juli erfolgreich abgeschlossen werden.
Als Maßnahme des Mobilitätsentwicklungskonzeptes sowie des Klimaschutzfahrplans der Stadt Kleve trägt die Radvorrangroute zu einem sicheren, komfortablen und schnellen Radverkehr in Kleve bei, wie Bürgermeister Markus Dahmen vor Ort betont: „Beim Radweg entlang des Spoykanals geht es darum, eine direkte und sichere Verbindung zwischen der Klever Innenstadt, dem Gewerbegebiet und den Ortsteilen zu bieten, um den Umstieg auf das Rad zu fördern.“
Berufspendler profitieren davon genauso wie Schüler und Touristen. Mobilitätsmanagerin Pascale van Koeverden ergänzt: „Die Radvorrangroute bietet beste Bedingungen und hohen Komfort für den Umstieg auf das Rad im Alltag und in der Freizeit. Damit leistet sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt“.
Die neue Radwegbrücke über den Tweestrom in Kleve. Foto: Rüdiger Dehnen
Die Querung des Tweestroms ermöglicht eine schlanke Rohrbogenbrücke aus Stahl mit abgehängter Fahrbahn. Ihre Stützweite zwischen den Widerlagern beläuft sich auf etwa 25 Meter, zwischen den Geländern ist mit vier Metern lichter Breite genug Platz für den Radverkehr. Bei schlechter Witterung und nasser Fahrbahn bietet der Bodenbelag aus rutschhemmendem Kunststoff in Holzbohlen-Optik ausreichenden Halt für eine sichere Fahrt.
Der Bau des Radwegs am Spoykanal samt Radwegbrücke wird im Rahmen der Förderrichtlinie Nahmobilität sowie der Stadt und Land Förderung durch das Bundesverkehrsministerium unterstützt. Berechnungen zum Projektstart haben Gesamtkosten in Höhe von 4,7 Millionen Euro veranschlagt. Der Fördermittelgeber hat auf dieser Basis 4,46 Millionen Euro an Fördergeldern bewilligt. Insbesondere durch deutliche Kostenreduzierungen beim Radwegbau fallen die tatsächlichen Baukosten nun geringer aus, sodass sich auch die Fördersumme entsprechend verringert. Die Stadt Kleve geht von Gesamtkosten in Höhe von rund drei Millionen Euro aus. Genaue Summen werden im Rahmen der Endabrechnung ermittelt.
Mit Unterstützung der Klever möchte die Stadt Kleve außerdem noch einen Namen für den neuen Radweg finden. Hierzu gibt es in den kommenden Wochen noch weitere Informationen.
Bürgermeister Markus Dahmen (M.) eröffnet den neuen Radweg am Montagnachmittag mit dem Technischen Beigeordneten Christian Bomblat (vorne l.) und der Radverkehrsbeauftragten Pascale van Koeverden (vorne r.). NN-Foto: Rüdiger Dehnen