Peter Runge, Vorsitzender des Geschichtskreis Wankum, und Beisitzerin Ingrid Hörnig stellen ihre neue Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums vor. Foto: J.Kurschatke
18. April 2024 · Wachtendonk

Neue Ausstellung blickt zurück auf 20 Jahre Geschichtskreis

Wankumer Verein feiert sein 20-jähriges Bestehen und lädt dazu in die Dorfstube am Martinsplatz ein

WANKUM. Der Geschichtskreis Wankum zeigt neben seiner Dauerausstellung in der Wankumer Dorfstube aktuell auch eine neue Ausstellung, die die letzten 20 Jahre Vereinsgeschichte beleuchtet. Zu sehen sind die beliebtesten Ausstellungsstücke der letzten zwei Jahrzehnte, genauso wie eine ausführliche Chronik über das Engagement des Vereins.

Dieser besteht offiziell seit 2004 und zählt mittlerweile etwa 110 Mitglieder. Die Mission dahinter: die Wankumer Geschichte erforschen und an sie erinnern sowie die Ordnung, Erweiterung und Sicherung des Archivbestandes. Dazu gehört auch das kleine, in die Dorfstube integrierte Museum, das ein- bis zweimal im Jahr geschichtliche Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen zeigt. „Wir möchten wissen, was es mit dem Ort, in dem wir leben, auf sich hat“, beschreibt Beisitzerin Ingrid Hörnig. Und so sammelte sich in den letzten 20 Jahren einiges an. Von vorchristlichen Fundstücken über Klassenfotos aus dem Jahr 1896, Andenken an Soldaten des ersten und zweiten Weltkriegs mit Orden und Rüstungselementen sowie originale Kleidung und Werkzeug bürgerlicher Familien aus dem frühen 18. bis 20. Jahrhundert.

Zu Ausstellungszwecken hatte der Geschichtskreis den Umbau des Hauses am Martinsplatz 4 in Wankum in nicht weniger als 3.500 Arbeitsstunden und vereinten Kräften selbst in die Hand genommen. Während sich die Dauerausstellung im ersten Obergeschoss befindet, ist im Jahr 2013 außerdem der Durchbruch zum angrenzenden alten Kindergarten hinzugekommen, in dem nun die größten Teile der temporären Ausstellungen zu finden sind.

Die aktuelle Ausstellung „20 Jahre Geschichtskreis Wankum“ fasst alle Ausstellungen der letzten beiden Jahrzehnte auf einen Blick zusammen. „Die Ausstellung ist in mehrere Teile gegliedert“, erklärt Vereinsvorsitzender Peter Runge. „Im ersten Teil der Ausstellung geht es um die gesamte Chronik des Vereins. Dazu gibt es viele Bilder von Vereinstreffen und und dem Umbau des Hauses. Außerdem gibt es eine Auflistung unserer gemeinsamen Ausflüge und Errungenschaften.“ Anschließend kommt man durch ein Durchgangszimmer in den alten Kindergarten. „Zu jeder Ausstellung, die wir in den Jahren hatten, gibt es eine Pinnwand mit Plakaten und Fotos und schließlich einige Ausstellungsstücke“, erläutert Hörnig weiter. Langsam schlängelt man sich schließlich an alten Tonkrügen und Spinnrädern vorbei an Medaillen und Barbies. Ja, Barbies. Die Ausstellung von 2019 war ein Besuchermagnet, wie Hörnig weiter beschreibt: „Die Barbie-Ausstellung stammt aus der persönlichen Sammlung eines Vereinsmitgliedes. Der ganze Raum war damals voller Barbiepuppen.“ Der Geschichtskreis lebt davon, dass sich die Vereinsmitglieder persönlich um neue Ausstellungen bemühen. „Es sind immer ein oder zwei Mitglieder, die die nächste Ausstellung planen und sich fragen, was man machen kann. Mit dieser Ausstellung aus 20 Jahren Vereinsgeschichte wollen wir daher auch die Menschen hervorheben, die sich mit ihren Ideen ins Zeug gelegt haben“, erklärt Hörnig. So sei das Engagement der Mitglieder neben den Inhalten ein bedeutender Grund, die Dorfstube zu besichtigen. „Da wir viele Fotos der Dorfgeschichte ausstellen, kann es für die Besucher interessant sein, sich selbst darauf zu finden und wiederzuerkennen.“Jacqueline Kurschatke

Peter Runge, Vorsitzender des Geschichtskreis Wankum, und Beisitzerin Ingrid Hörnig stellen ihre neue Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums vor. Foto: J.Kurschatke