Neue Auflage von „K-Vibez“ am 24. August
Auf die Skateboards, fertig, los/ Kunst, Spaß und Genuss an einem Ort
KEVELAER. Von „lass rollen“ zu „lass mal ein bisschen groß denken“ – so lässig entstand das Skatefestival „K-Vibez“ in Kooperation mit „KevelaerBeatz“, das nun zum dritten Mal von dem Verein Kevelaerer Street Events organisiert wird. So dreht sich am Samstag, 24. August auf dem Gelände des Skateparks an der Kroatenstraße wieder alles um die Kunst auf dem Board, bunte Graffiti sowie coolen Hip-Hop. Teil- oder Vollzeitskateboarder haben außerdem zum ersten Mal die Möglichkeit, beim „Grenzland Cup“-Skateboarding Contest saftige Preise zu gewinnen.
„Vor drei Jahren wurde hier der Skatepark gebaut. Daraufhin haben wir den Verein gegründet und mit kleinen Veranstaltungen gestartet. Irgendwann dachten wir uns ‚lass mal groß denken‘, und das erste ‚K-Vibez‘ entstand“, berichtet Stephan Osterkamp, Vereinsmitglied und Mitorganisator des Festivals. Am Veranstaltungstag beginnt das Programm ab 10 Uhr. Der Skatekontest ist dabei etwas ganz Besonderes: „Der Skatekontest gehört zum sogenannten Grenzland Cup. Man könnte es auch die inoffizielle Westdeutsche Meisterschaft nennen. Also eine Reihe von Veranstaltungen, bei denen im Finale die besten Skater gekürt werden. Zum ersten Mal ist auch Kevelaer als einer der fünf Austragungsorte dabei“, erklärt Thomas Meyer, ebenfalls Mitglied im Kevelaerer Street Events Orga-Team des Festivals.
Getestet werden die Skater in zwei Kategorien: Profi-Skaten sowie Amateur-Skaten. Anmeldungen werden bis zum 24. August noch entgegengenommen. Entweder online unter www.kvibez.de oder für die ganz Spontanen am Veranstaltungstag vor Ort bis maximal 10 Uhr.
Auch Kinder zwischen sechs und 14 Jahren dürfen ihr Glück vor Publikum versuchen. Dies ist ohne Anmeldung möglich und wird nicht gewertet. Es solle eher der Bestärkung der Kinder dienen, wie Meyer weiter beschreibt: „Die Kinder dürfen es einfach mal versuchen und das Skaten ausprobieren, um zu schauen, ob es ihnen Spaß macht. Dabei heizen wir das Publikum an und es gibt Applaus. Am Ende können die Kinder Sachpreise wie Skatezubehör oder Klamotten gewinnen. Oft fühlen die Kinder sich so stolz und geehrt, dass sie sogar Tränen in den Augen haben. Das ist schön.“ Die Erwachsenen haben zusätzlich zu Sachpreisen bekannter Skatermarken auch noch die Chance auf Preisgelder im Wert von mehr als 1.000 Euro.
Neben etwa 100 Teilnehmern am Grenzland Cup, gibt es für die geschätzten zwei bis 3.000 Besucher viele Attraktionen zum Staunen und Besichtigen. Den Anfang macht eine Shoppingmeile mit verschiedenen Ständen. „Mit einem Stand vertreten sind unter anderem Skateboard Händler mit Skatezubehör, außerdem Graffiti Zubehör und die Skatermarke Vans. Zusätzlich werden echte Walk-In-Tattoos angeboten, die auch vor Ort gestochen werden. Des Weiteren gibt es einen Stand der Holzarbeiten verkauft, die aus alten Skateboards gefertigt sind“, beschreibt Meyer. Familien mit Kindern können sich auf einen Eis- und Waffelstand sowie auf eine Hüpfburg freuen.
Auch die Graffiti-Kunst ist ein großer Teil des Vereins Kevelaerer Street Events und wird auf dem „K-Vibez“ zur Schau gestellt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Kevelaer wurden Motive und Themen besprochen; die Stadt stellte daraufhin Flächen zur Verfügung, die von etwa 60 Künstlern legal besprüht werden dürfen. Dabei handelt es sich um die Außenwände der Turnhalle auf dem Gelände des Schulzentrums, das Schulkiosk sowie die Kroatenhalle. Die Besucher dürfen den Künstlern beim Sprühen über die Schulter schauen und das Sprayen auch einmal selbst ausprobieren. Welche Motive am Ende die Wände zieren, wird von den Veranstaltern noch nicht verraten. Nur so viel: Auch Anna Janssen, die Olympia-Sportschützin aus Kevelaer, wird mit ihrem Gesicht von dem Künstler „Typzo“ verewigt.
Wer bis zum Abend bleibt, bekommt nach der Siegerehrung der Skateboarder noch eine Bühnenshow mit Hip-Hop-Tanzeinlagen und lokalen Künstlern zu Gesicht. Mit dabei ist zum Beispiel DJ Kaiserklang. Der gebürtige Kevelaerer legt in Clubs in der gesamten Region auf und begleitete mit seinem Mischpult auch schon Künstler wie Sido oder Kool Savas. Neben ihm gibt es auch Auftritte von „Die Firma“, „LouLou“ und vielen mehr.
Mit der Veranstaltung „K-Vibez“ unterstützt Kevelaerer Street Events auch die Organisation „Skate-Aid“, die sich für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen einsetzt. So entstehen zum Beispiel Skateparks in Entwicklungsländern, die für Spaß und Abwechslung sorgen sollen. Die Verantwortlichen setzen sich mit ihrer Kampagne „Skaten statt Ritalin“ aber auch für die mentale Gesundheit von Kindern mit ADHS ein, indem Skaten als therapeutisches Mittel eingesetzt wird, um Symptome zu lindern. „K-Vibez“ ist für alle Besucher kostenlos zugänglich. Das Programm startet ab 10 Uhr. Weitere Informationen zu Kevelaerer Street Events und dem Skatefestival gibt es auf www.kvibez.de.
Drei erfolgreiche Skater aus dem letzten Jahr. Foto: Vera van den Viven Foto: Vera van den Viven
Die Veranstalter des K-Vibez-Festivals: (v.l) Marko Bertino, Thomas Meyer, Julian Binn (Kevelaer-Marketing), Max Lehnen, Stephan Osterkamp. NN-Foto: JK