Netzwerktreffen Arbeit und Ausbildung tagte in Kevelaer
Entwicklungen rund um Arbeit, Ausbildung, Migration und Co. im Fokus
Dieses Mal begrüßte Saskia Elders vom Kommunalen Integrationsmanagement des Kreises Kleve die rund 40 Teilnehmer in den Räumen des neuen Jugend- und Verwaltungszentrums in Kevelaer. Unter den Gästen war auch Savas Beltir aus dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW (MKJFGFI), der den Netzwerkcharakter und die regionale Zusammenarbeit würdigte.
Einen eindrucksvollen Einblick gewährte André Spittmann von Edeka Brüggemeier, der von seinen Praxiserlebnissen mit der Rekrutierung junger Menschen aus Vietnam berichtete. Die neuen Auszubildenden stießen hier am Niederrhein nicht nur auf eine völlig neue Kultur, sondern mussten sich zudem in einem für sie ungewohnten Alltag zurechtfinden. Manchmal seien es ganz einfache Dinge, die herausforderten: „Ein Auszubildender bekam den Wohnungsschlüssel nicht aus dem Schloss – er wusste nicht, dass man ihn gerade herausziehen muss“, so Spittmann. Gleichzeitig stellte er klar, wie wichtig gute Begleitung, Geduld und die Unterstützung bei der Wohnraumsuche seien, um gelingende Integration zu ermöglichen.
Humorvoll und zugleich wertschätzend schilderte Anke Bartels-Sprenger von der Bellini Senioren-Residenz ihre Erfahrungen mit zugewanderten Pflegekräften. In vielen Herkunftsländern werde älteren Menschen mit besonders großem Respekt begegnet – das präge auch die Arbeit in der Pflege und werde von Bewohnern sehr geschätzt.
Digitale Sprachlern-App
Von technischer Seite zeigte Prof. Dr. Ido Iurgel von der Hochschule Rhein-Waal, wie moderne KI die Sprachförderung unterstützen kann. Seine Lern-App nutzt Bilderkennungs- und KI-Technologien, um innerhalb von Sekunden passende Begriffe und Szenen zu generieren – ein Ansatz, der unter den Teilnehmern großes Staunen auslöste.
Dirk Langhorst von der Gesellschaft für Schweißtechnik stellte praxisnahe Wege zur Weiterbildung in metallverarbeitenden Betrieben vor und nannte Beispiele erfolgreicher Qualifizierungen aus Unternehmen der Region.
Zum Auftakt des Treffens gab Marcus Trappe von Agrobusiness Niederrhein, Koordinator im Interreg-Projekt Agropole Innovates, einen kurzen Rückblick auf das vergangene Quartal: Die Netzwerkgruppe hatte den Gartenbaubetrieb Janßen Group besucht und dort unter dem Motto „Gartenbau Heute“ moderne Technik, Robotik und KI im Einsatz erlebt. Als „Gegenbesuch“ war Lavinia Janßen beim Treffen in Kevelaer dabei. Ebenfalls aus der Unternehmerschaft vor Ort nahm Julian Neuhoven von Redsun aus Kevelaer am Austausch teil.
Am Treffen nahmen Vertreter folgender Institutionen teil: Kommunales Integrationsmanagement Kreis Kleve, Jugendberufsagentur Geldern, SOS-Kinderdorf, Caritas Geldern, Agentur für Arbeit, Gemeinde Weeze, BBZ Geldern, Hochschule Rhein-Waal, IHK-Niederrhein, Kreissportbund, Jobcenter Kreis Kleve, VHS Goch-Kevelaer-Uedem-Weeze, LVR Rheinland, Internationaler Bund, Wirtschaftsförderung Kevelaer, Jugendberufsagentur Kevelaer sowie das Berufskolleg Geldern.
Das nächste Netzwerktreffen Arbeit und Ausbildung Südkreis Kleve findet am Donnerstag, 16. April, in Geldern statt. Schwerpunktthema wird die Vorstellung der Jugendberufsagentur Geldern sein.
Arbeitgeber und Netzwerkpartner im Austausch beim Treffen in Kevelaer. Foto: Agrobusiness Niederrhein