Landrat Ingo Brohl, Volksbank-Vorstandsmitglied Dieter Hackstein, Vorstandsmitglied Jan Hußmann, Vorstandvorsitzender Guido Lohmann und Alpens Bürgermeister Ludger Staymann beim Durchschneiden des symbolischen orangen Bandes als Zeichen der Wiedereröffnung. NN-Foto: Theo Leie
17. Juli 2026 · Alpen

Nach Geldautomatensprengung: Volksbank Niederrhein eröffnet Geschäftsstelle in Alpen neu

Nach 18 Monaten Bauzeit und einer Investition von 4,7 Millionen Euro ist die umfassend sanierte Filiale im Ortskern wieder normal geöffnet

ALPEN. Dass Bauprojekte nicht nur im anvisierten Zeitrahmen fertiggestellt werden können, sondern auch noch im geplanten Budget bleiben, passiert wohl eher selten. Genau das ist nun aber der Volksbank Niederrhein beim Umbau der Geschäftsstelle im Alpener Ortskern geschehen. „Wir haben keinen Cent mehr ausgegeben, als wir budgetiert haben“, unterstrich Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, im Rahmen der Wiedereröffnung am vergangenen Donnerstag, 16. Juli. Dazu hatte das Bankinstitut allerdings nicht nur Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen, sondern die gesamte Bevölkerung, die bei einem herzlichen Familienfest im Innenhof auch die neue Geschäftsstelle kennenlernen durfte – und die Neugierde war groß.

18 Monate hat der Umbau und die Sanierung der Alpener Volksbank-Geschäftsstelle gedauert. Vorangegangen war eine Geldautomatensprengung im August 2023, durch die

ein Schaden in Höhe von einer Million Euro entstanden war. Bereits im Herbst 2023 ging es in die direkte Planung zur Modernisierung und Ausschreibung des Projektes, das schließlich in Zusammenarbeit mit dem Ingenieursbüro Weber-Xanten Ingenieure GmbH von Jens Weber umgesetzt wurde. Der Start der Umbaumaßnahmen erfolgte schließlich im Frühjahr 2025. Seither waren die Mitarbeitenden der Volksbank in eigens aufgestellten und eingerichteten Büro-Containern für ihre Kunden dar.

4,7 Millionen Euro hat die Volksbank Niederrhein in die Alpener Geschäftsstelle investiert. Das sei für die Volksbank auch ein klares Bekenntnis zum Standort Alpen: „Wir fühlen uns hier wohl und unterstützt.“ Zwar investiere das Bankinstitut gerade auch in ein neues Kompetenzzentrum in Moers, „aber die Hauptstelle wird hier in Alpen bleiben“.

Und die neue Geschäftsstelle im Alpener Ortskern kann sich sowohl von außen als auch von innen sehen lassen: Durch den Umbau hat die Geschäftsstelle eine neue Fassade in Holzoptik bekommen. Die alte Glasoptik ist dafür gewichen. Besucher werden nun in einem großzügigen, lichtdurchfluteten und modern gestalteten Empfangsbereich begrüßt. Der Raum ist klimatisiert und bietet damit – im Gegensatz zu vorher – auch bei sommerlichen Temperaturen eine angenehme Atmosphäre für Beratungsgespräche und Serviceleistungen. Für vertrauliche Besprechungen stehen hinter dem Kundenbereich mehrere separate Räume zur Verfügung, in denen die Berater ungestört mit ihren Kunden sprechen können. Entlang der Gebäudeseiten befinden sich zudem Arbeitsbüros der Mitarbeitenden.

Im Zuge der Umgestaltung wurde die frühere Glaspyramide auf dem Dach entfernt. Stattdessen erhielt das Gebäude eine zusätzliche Etage. Dort entstand ein großer, ebenfalls klimatisierter Mehrzweckraum, der sowohl für interne Schulungen als auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Darüber hinaus steht er örtlichen Vereinen zur Verfügung, beispielsweise für Mitgliederversammlungen oder ähnliche Zusammenkünfte.

„Hier ist hammermäßig gearbeitet worden“, lobte Lohmann bei der Wiedereröffnung. Sein Dank ging nicht nur an die vielen Handwerker und das Ingenieursbüro, sondern auch an Franz Sanders von der Volksbank Niederrhein, der als Projektleiter für die Maßnahme verantwortlich war, sowie an die Gemeinde Alpen und die Baubehörde des Kreises Wesel. „Wir haben immer das Gefühl gehabt, dass wir unterstützt werden.“

Mit der Wiedereröffnung der Geschäftsstelle sind die Umbauarbeiten aber noch nicht gänzlich abgeschlossen. Stattdessen soll im Herbst der nächste Bauabschnitt – der Mitteltrakt des Altbaus, wo unter anderem die Vorstandsetage untergebracht ist – beginnen. Auch hier rechnet das Bankinstitut mit einer Bauzeit von etwa anderthalb Jahren. Die Mitarbeitenden aus diesem Trakt werden dafür in die Bürocontainer auf den Parkplätzen rund um die Volksbank in Alpen ziehen. Diese werden also noch eine Weile stehen bleiben.

Ein Blick in die neue Geschäftsstelle: Hier werden Kunden künftig empfangen. NN-Foto: Theo Leie

Ein Blick in die neue Geschäftsstelle: Hier werden Kunden künftig empfangen. NN-Foto: Theo Leie

Der große Konferenzraum soll für Meetings – auch von Vereinen – künftig zur Verfügung stehen. NN-Foto: Theo Leie

Der große Konferenzraum soll für Meetings – auch von Vereinen – künftig zur Verfügung stehen. NN-Foto: Theo Leie

So sieht die neue Geschäftsstelle der Volksbank Niederrhein in Alpen von außen aus. NN-Foto: Theo Leie

So sieht die neue Geschäftsstelle der Volksbank Niederrhein in Alpen von außen aus. NN-Foto: Theo Leie

Landrat Ingo Brohl, Volksbank-Vorstandsmitglied Dieter Hackstein, Vorstandsmitglied Jan Hußmann, Vorstandvorsitzender Guido Lohmann und Alpens Bürgermeister Ludger Staymann beim Durchschneiden des symbolischen orangen Bandes als Zeichen der Wiedereröffnung. NN-Foto: Theo Leie