Nabu zeichnet Häuser im Kreis Kleve aus
Schwalbenfreundliche Haushalte erhalten Plakette
KREIS KLEVE. In Nordrhein-Westfalen gibt es immer weniger Schwalben. Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ will der Naturschutzbund Deutschland (NABU) diesem Trend entgegenwirken und hat auch 2024 wieder Menschen und Häuser ausgezeichnet, bei und an denen die Glücksbringer willkommen sind.
Im Rahmen dieser Aktion erhielt Familie Lucas aus Kerken die Urkunde „Schwalbenfreundliches Haus“. An ihrem Wohnhaus nisten Mehlschwalben und ziehen dort erfolgreich ihre Jungen auf. Sylvia Hörnlein vom NABU Kreisverband Kleve überreichte den stolzen Schwalbenfreunden neben der Urkunde auch die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“, welche demnächst am Hauseingang auf die schwalbenfreundliche Familie hinweisen wird. In diesem Jahr ist es bereits die fünfte Plakette, die nach Plaketten in Rheurdt, Geldern und Goch übergeben werden konnte. Insgesamt hat der NABU im Kreis Kleve nun zum 130. Mal Häuser und Höfe aus „schwalbenfreundlich“ ausgezeichnet.
Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ hofft der NABU dazu beizutragen, die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie bestehende Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Menschen wie Familie Lucas, die sich für Schwalben engagieren und sie an ihren Häusern dulden, werden vom NABU deshalb ausgezeichnet. Der häufig als lästig empfundene Schwalbenkot ist für die Familie kein Problem. Für die nächsten Jahre hofft die Familien auf eine Vergrößerung der Nesterzahl an ihrem Haus.
Weitere Informationen zum Schwalbenschutz und zur Bewerbung im NABU-Projekt finden sich im Internet unter dem Stichwort „NABU Schwalbenfreundliches Haus“.
Sylvia Hörnlein (rechts) überreicht Schwalbenplaketten an Familie Lucas. Foto: Privat