Musikalische Vielfalt beim 59. Martinskonzert
Chöre und Alphornbläser begeistern mit abwechslungsreichem Programm im Adlersaal
NIEUKERK. Zum 59. Mal wurde in Nieukerk das große Martinskonzert im Adlersaals veranstaltet. Vier Chöre, die Alphornbläser und die Treuen Musikanten sorgten mit ihren vielfältigen Beiträgen für einen unvergesslichen musikalischen Abend.
„Dir, Seele des Weltalls“ von Wolfgang Amadeus Mozart erklang zu Beginn des Konzertes, vorgetragen vom Nieukerker Männergesangverein, deren Sänger im Anschluss behaupteten: „Wir wollten nie erwachsen sein“ aus dem Musical Tabaluga. Das dritte Chorwerk „My Way“ hatte der Chorleiter Juri Dadiani für den Chor neu bearbeitet und Theo Güldenberg hatte auf seinen Wunsch hin für dieses Stück einen komplett neuen Text geschrieben, den er dem Publikum zunächst vorstellte. Im Anschluss musikalisch vorgetragen, erfuhr die Melodie beim Publikum ebenso bewundernde Anerkennung. Mit dem temperamentvollen Chianti-Lied verabschiedeten sich die Sänger von der Bühne.
Als zweite Gruppe beschäftigten sich die Sängerinnen und Sänger des Evangelischen Kirchenchores mit den Folgen von Trennung und möglichen Siegern und Verlierern im Lied „The winner takes it all“. Sie klärten das Publikum auf, wer „Der perfekte Chor“ ist oder noch werden kann. Die möglichen Reaktionen auf den nicht zu leugnenden Klimawandel besangen sie mit „Pack die Badehose ein“, und sie wünschten inständig den „Frieden für diese Welt“. Die Zuhörer bedankten sich mit kräftigem Beifall beim Evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Simon Wesseler.
Zum ersten Mal zu Gast beim Martinskonzert war der KaJu-Frauen-Power-Chor aus Aldekerk. Sie begannen „Happy and Free“, ermutigten dann das aufmerksame Publikum trotz aller Widrigkeiten hoffnungsvoll unsere Nächsten nicht zu vergessen mit „The Little Light of Mine“, weilten für eine kurze Zeit „Über den Wolken“, um dann auf den „Champs Elysees“ und „Hinter den Kulissen von Paris“. wieder zu landen. Welch eine Liedertour, ganz ehrlich oder „Alles nur geklaut“ mit dem großartigen Solisten und Chorleiter Michael Wulf Schnieders.
Der Montagschor aus Straelen begann seinen Auftritt lautstark mit „Exultate Cantamos Festivo“ und besang im Anschluss den „Lieblingsmenschen“. Die vier Männer des Chores nahmen das Publikum dann mit auf eine unterhaltsame Reise in „Die Bar zum Krokodil“, um mit dem Chor zusammen danach einfach zu behaupten „Der Mörder ist immer der Gärtner“! Unzufrieden mit der Deutschen Bahn schwörten sie im Adlersaal auf den „Chatanooga Choo Choo“, und riefen zum Schluss in Erinnerung „We are the World“, einem vom Chorleiter Uli Windbergs gut gewählten stimmungsvollen von vielen Lichtern begleiteten Höhepunkt ihres Auftrittes.
Nach der Pause dirigierte Juri Dadiani den vielstimmigen Gesamtchor beim Vortrag des Liedes „Wo Musik erklingt“, am Piano begleitet von Uli Windbergs. Im Anschluss wurden Alphörner auf der Bühne in Position gebracht und die Treuen Musikantenplatzierten sich. Zu den ursprünglich drei Alphörnern gesellte sich überraschend ein viertes hinzu. Michael Schoemaker, von Ute Claaßen als sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit mit der Alphornnadel besteckt, hatte seiner Begeisterung für dieses Instrument Taten folgen lassen und aus dem Trio kurzerhand ein Quartett gemacht. Und so füllten diese besonderen Klänge jetzt noch intensiver den Adlersaal.
Die Treuen Musikanten sorgten mit ihren Alphörnern für Begeisterung.
Auch das mit allen Anwesenden gesungene Martinslied gehörte wieder zu diesem Wohltätigkeitskonzert, das im letzten Jahr eine Summe von 2.500 Euro einbrachte. Ein Scheck über diese Summe wurde der Aktion Christkind Aktiv, hier stellvertretend an Judith Deselaers und Willi Smeets, überreicht und ein Dankeschön an alle Spender und Konzertbesucher ausgesprochen.
Die NMGV bei seinem Auftritt im Adlersaal. Fotos: privat