Die ehrenamtlichen Helfer arbeiten zurzeit jeden Samstag, um die Mountainbike-Strecke auf der Bönninghardt zu erschaffen. NN-Fotos: Gerhard Seybert
30. August 2024 · Alpen

Mountainbiker im Baufieber

Auf der Bönninghardt entsteht eine Mountainbike-Strecke

BÖNNINGHARDT. Mit familiärer Begeisterung haben Eltern, Kinder und Jugendliche mit Schippe, Hacke, Schubkarre, Freischneider und anderem Arbeitsgerät eine Gemeinschaftsarbeit begonnen, die sich sehen lassen kann. Dieser Personenkreis besteht aus begeisterten Mountainbiker, die sich seit mehr als zwei Jahren darauf freuen, auf einem für sie geeigneten Mountainbiker-Trail anspruchsvolle Sprünge machen zu können, die Spaß bereiten. Abseits von befahrenen Straßen, so war das Ziel, entsteht nun auf der Bönninghardt in einem kleinen Wäldchen am Flughafenweg ein solcher Mountainbiker Parcours.

Die Firma Hülskens Wesel hat dem Ballspielverein BSV Rot-Weiß Bönninghardt dieses Waldstück langfristig zur Verfügung gestellt. Die Mountainbiker werden Mitglieder des BSV und ergänzen das Sportangebot des Vereins, weil die Biker dort ihre zukünftige sportliche Heimat finden. Alle rechtlichen beziehungsweise behördlichen Genehmigungsverfahren sind abgeschlossen.

Es wird drei Fahrtstrecken mit geringerem, mittleren und sehr anspruchsvollen Schwierigkeitsgraden geben. Vergleichbar sind sie mit Ski-Pisten im Alpenraum: Eine blaue Piste für Anfänger und insbesondere für Kinder, eine rote Piste für Jugendliche und schon geübte Mountainbiker und einen schwarzen anspruchsvollen Biker-Trail, der Erfahrung abverlangt. Insgesamt wird der Trail für diese drei Strecken 1.000 Meter lang werden. Im Vordergrund stehen Tricks und Sprünge mit einem hohen Spaßfaktor.

Der Tiefbauunternehmer Hermann Janßen aus Bönninghardt übernimmt alle Erdbewegungsarbeiten. Dabei stellt er alle Baumaschinen, Mitarbeitereinsatz und Bodenmaterial kostenfrei zur Verfügung. Mehr als 1.000 Kubikmeter (bis zu 70 LKW) und ein bisschen mehr sind nötig, um attraktive Sprunghügel und Fahrtstrecken hinzubekommen, mit Höhen von 1,50 Meter bis zur Spitzenhöhe von 4,50 Meter.

„Dass Janßen für den Bau des Trails kostenneutral Mensch, Maschinen und Arbeit zur Verfügung stellt, war die wichtigste Vorrausetzung, um überhaupt mit Optimismus, Mut und Begeisterung daran zu glauben, dass Bönninghardt in die Lage versetzt wird, ein weiteres Highlight der Öffentlichkeit anzubieten“, sagt Herbert Oymann vom Heiertrail-Steuerkreis. Dieser zieht die Fäden des Ausbaus und koordiniert die Arbeitseinsätze. Augenblicklich wird an jedem Samstag an der Strecke gearbeitet. Wer ehrenamtlich mitarbeiten möchte, ist gerne gesehen. Das gilt auch für nicht Biker-Fans. Per E-Mail an heiertrail@gmail.com können Fragen gestellt werden. „Ohne finanzielle Hilfe, Sponsoring und ehrenamtlichen Arbeitseinsatz kann der Weiterbau des Trails nicht optimal gelingen“, sagt Oymann. Eine Idee des Steuerkreises sei es, sämtlichen Sprunghügel einen Firmen- oder persönlichen Paten zuzuweisen. Zur Kenntlichmachung des Sponsors können Beschilderungen mit Firmenlogos und dazu ergänzenden Infos aufgestellt werden. Auf der Fläche werde es eine Ruhezone geben, die mit geeigneten Tischen und Bänken bestückt werde. Wer da helfen kann, soll sich ebenfalls per E-Mail meldenl.

Die offizielle Eröffnung des Mountainbike-Trails auf der Bönninghardt wird voraussichtlich im Mai 2025 sein.

Diese Piste lässt Mountainbiker-Herzen bald höher schlagen. NN-Foto: Gerhard Seybert

Diese Piste lässt Mountainbiker-Herzen bald höher schlagen. NN-Foto: Gerhard Seybert Foto: Ruediger Bechhaus

Die ehrenamtlichen Helfer arbeiten zurzeit jeden Samstag, um die Mountainbike-Strecke auf der Bönninghardt zu erschaffen. NN-Fotos: Gerhard Seybert