Ein violettbrauner Mondfleckspanner (Selenia tetralunaria). Foto: M. Hertel
26. März 2026 · Kevelaer

Mit dem Nabu Nachtfalter erleben

Beobachten von Nachtfaltern an einem Leuchtturm bei Kevelaer

KEVELAER. Im Kreis Kleve sind circa 35 Arten Tagfalter nachgewiesen, aber über 500 Nachfalterarten. Die oft abwertend als „Motten“ betitelten Schmetterlinge fliegen zum großen Teil in der Dämmerung und nachts. Einige Arten sind aber auch tagaktiv.

Ökologisch gesehen sind Nachtfalter so besonders wichtig, da sie zum einen Pflanzen bestäuben, zum anderen vielen anderen Arten als Nahrung dienen (wie Fledermäusen). Viele Nachtfalterarten sind gut getarnt und tragen graue oder braune Schuppen in verschiedenen Mustern auf ihren Flügeln. Bei einigen sind die Hinterflügel farbig ausgeprägt, wieder andere haben Vorder- und Hinterflügel in Farben wie gelb oder orange.

Wie vielfältig diese Artengruppe ist, lässt sich durch das Anlocken mit Licht erleben. Im Frühjahr sind vor allem verschiedene Arten der „Kätzcheneulen“ zu erwarten, die an Weidenkätzchen leben. Um die Falter anzulocken, verwenden Nachtfalterforscher spezielle Leuchttürme mit UV-Lampen, für die man eine spezielle Genehmigung der Naturschutzbehörden benötigt. In diesem Jahr untersucht Martin Mercus von der Ortsgruppe Kevelaer die Nachtfalter am Ortsrand von Kevelaer.

Wer einmal bei einem solchen „Leuchtabend“ dabei sein will, hat am Freitag, 10. April, um 19 Uhr, in Kevelaer dazu Gelegenheit (nur bei trockenem und windstillem Wetter). Da bei dem Leuchtabend zwingend Schutzbrillen gegen das UV-Licht getragen werden müssen und die Aktion wetterabhängig ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Die kann beim Nabu per E-Mail unter info@nabu-kleve.de erfolgen oder telefonisch unter 0163/0809197. Der genaue Treffpunkt wird bei Anmeldung angegeben. Bitte unbedingt eine Taschenlampe mitbringen.

Ein violettbrauner Mondfleckspanner (Selenia tetralunaria). Foto: M. Hertel