In der Buchhandlung Hintzen wurde jetzt der neue Kalender vorgestellt. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
8. November 2024 · Kleve

Mit Afrika durchs Jahr 2025

Der neue Kalender des Klever Vereins pro dogbo ist ab sofort verfügbar

KLEVE. In vielen Haushalten hat der Afrika-Kalender von pro dogbo schon seit Jahren einen festen Platz – und so wird es auch für 2025 wieder einen geben.

Zusammengestellt und gestaltet wurde der Kalender wieder von Kathrin Verhoeven. Sie führt die Arbeit fort, die ihr in diesem Jahr verstorbene Opa, Walter van Briel, vor langer Zeit begonnen hat. In dem hochwertigen Druck finden sich für jeden Tag des Jahres Spruchweisheiten und afrikanische Sinnsprüche auf jedem Kalenderblatt. Dazu kommen Fotos aus Benin, die das Land, die Menschen, ihre Kultur und die Projektarbeit von pro dogbo vor Ort anschaulich zeigen.

Der pro dogbo-Kalender 2025 trägt über den Verkaufserlös dazu bei, dass die Arbeit zur Schaffung von Lebensperspektiven für Kinder und Jugendliche im westafrikanischen Benin getan werden kann. Schulbesuch, berufliche Aus- und Weiterbildung für junge Menschen stehen im Zentrum des Engagements von pro dogbo und werden allein über private Spenden möglich.

Bestellt werden kann der Kalender zum Preis von 15 Euro (plus Porto bei Versand) auch bei der Geschäftsstelle per Mail an geschaeftsstelle@pro-dogbo.de oder per Telefon unter 0173/ 9458584. Er ist in der Klever Buchhandlung Hintzen und auch im Kolpinghaus in Kleve erhältlich.

Benin hat eine extrem junge Bevölkerung von 14,5 Millionen Menschen: 42 Prozent sind unter 15 Jahre alt. Dies hat Folgen für die Beschäftigung der jungen Menschen. Jedes Jahr treten rund 200.000 junge Menschen neu in den Arbeitsmarkt ein. Jugendliche in Benin sind daher besonders von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betroffen. Im Jahr 2022 arbeiteten über 90 Prozent der Erwerbstätigen in informellen Beschäftigungsverhältnissen. Die Unterbeschäftigung der Erwerbstätigen lag bei 72 Proent. Nach Schätzungen der nationalen Agentur für Beschäftigungsförderung sind auf dem beninischen Arbeitsmarkt mehr als 2.750.000 Jugendliche arbeitslos oder unterbeschäftigt.

Das beninische Bildungssystem ist nicht ausreichend in der Lage, junge Menschen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Fortschritte wurden beim Schulbesuch und bei den Abschlussquoten in der Primar- und der unteren Sekundarstufe erzielt. Die Zahl der in der technischen und beruflichen Bildung eingeschriebenen Schüler ist im Vergleich zur Zahl der Schüler in der allgemeinen Sekundarbildung gering. Die niedrige Einschreibungsrate in die berufliche Bildung lässt sich erklären durch den Mangel an formalen Ausbildungsmöglichkeiten, zu hohe Zugangsvoraussetzungen, eine mangelnde Information der Familien über die Anforderungen des Arbeitsmarktes und hohe Gebühren für die Familien der Auszubildenden. Diese Situation motiviert eine große Zahl der jungen Menschen in die Landflucht und in die Migration - oft unter Lebensgefahr. Dieses Phänomen ist im Departement Couffo besonders ausgeprägt und spürbar.

Pro dogbo leistet vor Ort über verschiedene Maßnahmen einen Beitrag dazu, dass sich für die jungen Menschen Perspektiven und Bildungschancen ergeben. Dazu gehört der Schulbau, die Übernahme von Ausbildungskosten für sozial Schwache und die Ausbildung im eigenen, staatlich anerkannten Ausbildungszentrum in Dogbo. Infos rund um die Arbeit von pro dogbo gibt es auch im Internet unter www.pro-dogbo.de.

In der Buchhandlung Hintzen wurde jetzt der neue Kalender vorgestellt. NN-Foto: Rüdiger Dehnen