Minuits Manhattan Deal
Forum Arenacum zeigt Geschichte aus einer anderen Perspektive
RINDERN. Geschichtsschreibung wurde lange (und wird manchmal auch noch heute) aus der Sicht der Mächtigen betrieben. Sie bestimmten das Bild, das der Nachwelt erhalten bleiben sollte. Erst nach und nach entwickelten Historiker den Blick in die Schattenfelder der Historie.
Im Forum Arenacum wird am Pfingstmontag um 14 Uhr die Ausstellung „Der Manhattan Deal“ eröffnet, in der die Geschichte Manhattans und des Mannes (Peter Minuit), der Geschichte machte, aus einer anderen Perspektive erzählt wird: Es ist die Perspektive derer, die am Ende Verlierer waren. Es ist die Geschichte eines Landerwerbs aus der Perspektive der Indigenen. Frank Mehring (Text) und Joke Rujs (Bilder) erzählen die Geschichte Manhattans einmal anders. Mehring: „Wir können Geschichte nicht ändern, aber wir können aufhören, sie falsch zu erzählen.“ Die Ausstellung zeigt zum einen Rujs‘ Illustrationen zu Mehrings Buch und zum anderen Dokumente.
Mehring: „Die Ausstellung widmet sich der historisch bedeutenden Persönlichkeit Peter Minuit, dessen Wirken die Geschichte des Niederrheins mit der Entstehung Nieuw Amsterdams – des heutigen New York – verbindet. Historische Karten, Aquarelle, Porträts, Dokumente und grafisch gestaltete Zeitachsen vermitteln die Lebenswelt Peter Minuits anschaulich und richten sich besonders auch an ein junges Publikum. Ausgehend von den regionalen Bezügen zur Stadt Kleve beleuchtet die Ausstellung globale Entwicklungen des 17. Jahrhunderts und thematisiert Handel, Kolonialgeschichte sowie heutige indigene Perspektiven.“
Das Buch, so Mehring, sei eine „Klever Produktion“, bei der Mehring Autor und Herausgeber ist, Joke Ruijs die Illustrationen besorgt hat, Janusz Grünspek für das Layout und die Druckerei Reintjes für den Druck zuständig war. „Der Manhattan Deal“ ist also eine Art Ausstellung zum Buch. Letzteres ist zum Preis von 19,50 Euro in der Klever Buchhandlung Hintzen erhältlich. Eröffnet wird „Der Manhattan Deal“ am Pfingstmontag um 14 Uhr.
Die Kuratoren: Joke Ruijs, Frank Mehring und Josef Gietemann. NN-Foto: HF