Menschen nicht vergessen
Gunter Demnig referiert im Bürgerhaus über die Stolpersteine
REES. Der international renommierte Künstler Gunter Demnig referiert am Montag, 9. Dezember, ab 18 Uhr im Reeser Bürgerhaus über seine „Stolpersteine“-Aktion. Der Eintritt ist frei, Ausrichter des Abends sind der Reeser Geschichtsverein Ressa und der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Rees.
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Seit 1996 hat er in 31 Ländern mehr als 100.000 sogenannte Stolpersteine verlegt, um an die Opfer der NS-Diktatur zu erinnern. Die Stadt Rees, inklusive der Ortsteile Haldern und Millingen, erhielt ihre bislang 34 Stolpersteine am 23. November 2009. Jeder Stein nennt, in Messing geschlagen, den Namen und die Lebensdaten eines jüdischen Bürgers und ist vor dem früheren Wohnhaus in den Gehweg eingelassen. Die Stolpersteine gelten als größtes dezentrales Mahnmal der Welt. Gunter Demnig, 1947 in Berlin geboren, erhielt für sein weltweit beachtetes Projekt viele Ehrungen und Auszeichnungen. Am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar 2025, wird Gunter Demnig in Rees 14 weitere Stolpersteine verlegen. Die Auswahl traf Bernd Schäfer, der 2019 für seine Erforschung des jüdischen Lebens in Rees mit dem LVR-Rheinlandtaler geehrt wurde. Die Finanzierung der Stolpersteine erfolgt erneut durch den Verkehrs- und Verschönerungsverein Rees. Ein Faltblatt, das kostenlos in der Touristeninformation am Markt, im Koenraad Bosman Museum oder auf der Internetseite www.stadt-rees.de erhältlich ist, informiert über die Orte, an denen in Rees Stolpersteine verlegt wurden.
Gunter Demnig bei der Verlegung der ersten Reeser Stolpersteine am 23. November 2009. Foto: Stadtarchiv Rees