Maria von Geldern im Hortus Conclusus.Foto: privat
15. Februar 2024 · Geldern

„Maria von Geldern auf Tour“ im Haus Ingenray

Höfisches Leben und Wirken der Herzogin von Geldern und Jülich

GELDERLAND. Der Historische Verein für Geldern und Umgegend präsentiert die Ausstellung „Maria von Geldern auf Tour, Höfisches Leben und Wirken der Herzogin von Geldern und Jülich“ vom 18. Februar bis 24. März auf Haus Ingenray, Sitz der Emilie und Hans Stratmans-Stiftung sowie Forschungs- und Begegnungsstätte des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend am Möhlendyck 22 in Pont. Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau, so der Volksmund. Maria von Geldern (1380 bis nach 1428) gehört zu den gesellschaftlich hochrangig gestellten Frauen der Geschichte, deren Wirken an der Seite eines Mannes nur wenig Popularität erlangte. 1405 ehelicht sie als Marie d’Harcourt, Tochter von Johann VI. Graf von Harcourt und Aumale und Cathérine von Bourbon, Rainald IV., Herzog von Geldern und Jülich. Maria ist die Nichte des französischen Königs Karl VI. Sie verkehrt bis zu ihrer Eheschließung in höchsten Adels-Kreisen der Pariser Gesellschaft, ist Hofdame bei Valentina Visconti, der Frau Ludwigs von Orléans. Maria ist mit dem höfischen Zeremoniell vertraut, gebildet und - sie bringt französisches Flair ins Gelderland.

Die außergewöhnlich kunstfertigen Miniaturen in ihrem Stundenbuch, ihre politische Mittlerrolle im Nachfolgekonflikt mit den Städten und der Ritterschaft des Herzogtums um 1418, sowie auch die von ihr unterstützte Gründung eines Hospitals mit Gasthaus und Kapelle in Geldern im Jahr 1415, „Grundstein“ der heutigen Heilig-Geist-Kirche, sind jedoch von den Chronisten der Nachwelt überliefert worden.

In Kooperation mit der Gruppe Het Woud der Verwachting will die kleine Wanderausstellung „Maria von Geldern auf Tour“, die zuvor in großen Teilen im Kasteel Rosendael, in der Nähe von Arnheim, zu sehen war, das Leben und Wirken der Herzogin erfahrbar machen. Begleitet von zwei Hofdamen wird Maria in ihrer blauen Houppelande, eine authentische Rekonstruktion ihres Oberkleides, den Ausstellungsraum von Haus Ingenray betreten. In ihrem Gefolge befinden sich der Herold von Geldern mit seinen Mannen. Das Kleid und modische Accessoires der Zeit sind Bestandteile der Ausstellung. Darüber hinaus werden unter anderem zeitgenössische Münzen aus der Sammlung der Emilie und Hans Stratmans-Stiftung, Urkunden, darunter die Gelderner Stiftungsurkunde, sowie Porträts und Illustrationen, auch aus dem Stundenbuch der Maria von Geldern, zu sehen sein!

Öffnungszeiten sind donnerstags und freitags von 11 bis 16 Uhr, am Eröffnungstag bis 16 Uhr sowie am Sonntag, 24. März, von 11 bis 16 Uhr. Für die Teilnahme an der Eröffnung am 18. Februar wird um Anmeldung unter kontakt@hv-geldern.de gebeten.

Maria von Geldern im Hortus Conclusus.Foto: privat