Mann tot aus Baggersee geborgen
Starke Kräfte von Feuerwehr, DLRG und ISAR Germany im Einsatz
KLEVE. Am Sonntag kam es gegen 16.50 Uhr zu einem Badeunfall an einem nicht zum Baden freigegebenen ehemaligen Baggersee in Kleve-Kellen. Ein 53-jähriger Mann aus Kleve war mit einem Bekannten dort unerlaubt schwimmen gegangen. Der Bekannte bekam noch mit, wie der Mann um Hilfe rief und dann unterging. Ein sofortiger Rettungsversuch verlief ergebnislos.
Mit einem großen Aufgebot von Feuerwehr und DLRG wurde der See abgesucht, es kamen mehrere Taucher und auch eine Drohne zum Einsatz. Von Seiten der Rettungsorganisation ISAR Germany wurden speziell ausgebildete Suchhunde von einem Boot aus eingesetzt. Kurz vor 21 Uhr wurde der Mann dann leblos unter Wasser aufgefunden. Die Benachrichtigung und Betreuung der Angehörigen übernahm der polizeiliche Opferschutz.
Die Polizei im Kreis Kleve weist noch einmal eindringlich darauf hin, dass das Baden und Schwimmen in solchen ehemaligen Abbaugebieten mit unkalkulierbaren Risiken verbunden ist. Solche Seen sind an einer Stelle möglicherweise nur hüfttief, einen Meter weiter kann überraschend es schon in einen ehemaligen Abbauschacht auf Tiefen bis zehn bis zwölf Metern heruntergehen! „Die dort auftretenden Temperaturunterschiede sind nicht zu unterschätzen und können auch geübte Schwimmer an ihre Grenzen bringen! Bei allem Verständnis für die Sehnsucht nach Abkühlung im Wasser aufgrund der derzeitigen Temperaturen, nutzen Sie die bei uns vorhandenen Freibäder, dort stehen ausgebildete Aufsichten zur Verfügung, die Ihnen ein sicheres Badevergnügen ermöglichen!“