Pfarrer Lüken, Hausleiter Pampus und Caritasvorstand Döring beim Trägerwechsel im Magdalenen-Heim, Aldekerk, Januar 2027.
22. Oktober 2026 · Kerken

Magdalenen-Heim wird Teil des Caritasverbands

Der Name bleibt, die Hausleitung bleibt, die Mitarbeitenden bleiben

ALDEKERK. Der Name bleibt, die Hausleitung bleibt, die Mitarbeitenden bleiben – neu ist ab dem kommenden Jahr der Träger: Zum 1. Januar 2027 übernimmt der Caritasverband Geldern-Kevelaer die Trägerschaft des Magdalenen-Heims in Aldekerk von der Katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius Kerken. Damit wird das Haus mit seinen 57 Bewohnerplätzen das zehnte Senioren-Haus des Caritasverbands.

Der Wechsel kommt nicht überraschend. Bereits seit Juni 2024 arbeiten Kirchengemeinde und Caritasverband eng zusammen. Der Caritasverband hat seitdem die wirtschaftliche und fachliche Steuerung des Magdalenen-Heims übernommen. Aus dieser Zusammenarbeit wird nun eine dauerhafte Lösung.

„Als Einrichtung der Kirchengemeinde ist das Magdalenen-Heim seit vielen Jahrzehnten eng mit Aldekerk verbunden. Deshalb war für uns entscheidend, einen Träger zu finden, der diese Verbundenheit weiterführt und zugleich die fachlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten mitbringt, das Haus sicher in die Zukunft zu führen“, sagt Pfarrer Albert Lüken. „Wir gehen diesen Schritt mit einem guten Gefühl“.

Für Bewohner sowie deren Angehörige ändert sich durch den Trägerwechsel im Alltag wenig. Auch die rund 60 Mitarbeitenden werden vollständig vom Caritasverband übernommen. Wilhelm Pampus bleibt Hausleiter und damit das vertraute Gesicht an der Spitze des Hauses. Gleiches gilt für die Mieter. „In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Team des Magdalenen-Heims gewachsen“, sagt Caritasvorstand Karl Döring. „Wir kennen das Haus und seine Strukturen inzwischen gut. Deshalb ist die Übernahme der Trägerschaft für uns eine konsequente Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit.“ Zugleich profitiert das Magdalenen-Heim künftig stärker von den Strukturen eines größeren Trägers. Der Caritasverband bringt seine Erfahrungen aus dann zehn Senioren-Häusern sowie weiteren ambulanten und teilstationären Pflegeangeboten ein. Gemeinsame Strukturen etwa bei Personal, Verwaltung, Qualitätsmanagement oder Digitalisierung sollen das Haus und seine Mitarbeitenden entlasten.

„Die Anforderungen an Pflegeeinrichtungen sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen“, sagt Döring. „Für ein einzelnes Haus wird es immer schwieriger, all diese Aufgaben dauerhaft allein zu stemmen. In einem Verbund können wir Wissen teilen, Kräfte bündeln und gleichzeitig dafür sorgen, dass jedes Haus seinen eigenen Charakter behält.“ Genau darauf legt auch die Kirchengemeinde Wert. „Mit der Trägerschaft geben wir eine große Verantwortung weiter. Unsere Verbundenheit mit dem Magdalenen-Heim geben wir nicht ab“, sagt Lüken. „Das Haus bleibt ein wichtiger Teil von Aldekerk.“

Das Magdalenen-Heim blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1854. Ab dem 1. Januar beginnt nun ein neues Kapitel – auf einer Grundlage, die Kirchengemeinde und Caritasverband in den vergangenen zweieinhalb Jahren gemeinsam gelegt haben.

Ein neues Kapitel für das Magdalenen-Heim in Aldekerk: Pfarrer Albert Lüken, Hausleiter Wilhelm Pampus und Caritasvorstand Karl Döring (v. l.) begleiten den Trägerwechsel zum 1. Januar 2027. Foto: Deckers/ Caritasverband Geldern-Kevelaer