Team des Projekts „Mach dein Ding“ lächelt für ein Gruppenfoto. Im Vordergrund Ideenbegleiter, im Hintergrund Leitung von SOS-Kinderdorf.
18. Juni 2026 · Kleve

Mach dein Ding, oder: Die Zukunft mitgestalten

SOS-Kinderdorf Niederrhein stellt neues Projekt vor

NIEDERRHEIN. „Mach dein Ding“ – da war doch was? Ist das nicht der Slogan einer Baumarktkette? Nein: Es ist ein Film über Udo Lindenberg. Auch. Jetzt aber geht um ein Projekt des SOS-Kinderdorf Niederrhein.

„Mach dein Ding“ – das ist ja eigentlich eine Art auffordernder Imperativ. In diesem Fall gäbe es einen Zusatz: „Wir unterstützen dich dabei.“ Es geht um Menschen im Alter zwischen 7 und 27. Das wäre dann mal eine ambitionierte Spannweite. Es geht um nicht weniger als das Gestalten der Zukunft. „Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken, Teilhabe zu fördern und echte Mitwirkung im eigenen Lebensumfeld zu ermöglichen.“ So steht es in der Projektbeschreibung und da steht auch: „Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven, Interessen und Ideen der Kinder und Jugendlichen.“ Und: „Das Projekt kann in unterschiedlichen Lebensbereichen ansetzen – analog oder digital, im schulischen Kontext, im Freundeskreis oder im Sozialraum.“ Den Kindern und Jugendlichen sollen konkrete Möglichkeiten eröffnet werden, ihre Anliegen einzubringen und eigene Ideen wirksam werden zu lassen.“

Alle können mitmachen

Ideenbegleiter des Projektes sind Michael Gesikiewicz und Jan-Peter Heinz. Beiden ist es wichtig, „dass unser Projekt niederschwellig ist. Niemand muss irgendwo Mitglied sein. Niemand muss Anträge ausfüllen.“ Es geht darum, die Jugendlichen dort abzuholen wo sie sind. „Das können ganz unterschiedliche Orte sein – also reale Orte einerseits, aber auch Foren im Netz. Es geht um eine gute Mischung.“

Wie kann es klappen?

Leerstellen auf der Wunschliste gibt es reichlich. Falsch: Es gibt keine Leerstellen. Die Wunschlisten sind gefüllt – es geht um mögliche Umsetzungen. Die „Ideenbegleiter“ sind Unterstützer und auch Verbindungsglieder zu den richtigen Schaltstellen. In der Projektbeschreibung heißt es: „Die Ideenbegleiter unterstützen die Jugendlichen dabei, Vorhaben strukturiert zu planen, passende Wege zur Umsetzung zu finden und kreative, soziale oder alltagsnahe Mikroprojekte Schritt für Schritt zu realisieren.“ Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt durch die Fernsehlotterie. Im Gesamtvolumen (570.000 Euro) sind 114.000 Euro Eigenanteil enthalten.

Startschuss am 4. Juli

Der offizielle Start (Kick-off) findet am Samstag, 4. Juli in der Zeit zwischen 13 und 18 Uhr im Gebäude der ehemaligen Christus-König-Kirche statt und die Ideengeber haben sich etwas einfallen lassen. Auf dem Programm stehen Musik zum Mitmachen, Sport zum Ausprobieren (Skaten, Slackline, Cheerleading, Schach, Schießsport), E-Sports (Mario -Kart-Turnier auf einer Großleinwand), Kreatives Streetart und Handwerken. Auf einer eigens aufgelegten Postkarte, die die Gesichter der Ideenbegleiter zeigt, heißt es: „Hallo und guten Tag. Deine Idee. Dein Projekt. Deine Stadt. Deine Zukunft. Du weißt, was in Kleve fehlt. Du möchtest etwas verändern? Du weiß nicht, wie das geht? Wir helfen dir dabei. Melde dich bei uns. Erzähl uns deine Idee.“

Miteinander reden – nicht über einander

Große Pläne. Vielleicht muss man in einem Jahr mal nachfragen. Katja Hendrix ist für die Projektbegleitung zuständig. Dabei geht es unter anderem ums Networking und darum, dass Projekte sich nicht doppeln. Peter Schönrock, Gesamtleiter von SOS-Kinderdorf Niederrhein, sieht einen wichtigen Aspekt des Projektes darin, „dass miteinander geredet wird und nicht über einander. Wir möchten den Jugendlichen vermitteln: Ihr habt eine Stimme.“

Freuen sich auf drei spannende Jahre mit dem Projekt „Mach dein Ding“: Hinten: Peter Schönrock (Gesamtleiter SOS-Kinderdorf Niederrhein), Katrin Wißen (Kommunikation und Marketin). Vorne: Jan-Peter Heinz und Michael Gesikiewicz (Ideenbegleiter „Mach dein Ding“) und Katja Hendrix (Projektbegleitung). NN-Foto: HF