Drei Tage lang wurde die Stadthalle Kleve zur pulsierenden Probebühne. Foto: MoveFactory
7. Januar 2026 · Kleve

Licht an für „OneStreet“

MoveFactory feiert mit der Show „OneStreet“ am 28. Februar Premiere

KLEVE. Drei Tage lang wurde die Stadthalle Kleve zur pulsierenden Probebühne einer urbanen Straße. Wo sonst Konzerte, Theaterstücke und Galas stattfinden, feilte das Ensemble der MoveFactory intensiv an seiner neuen Musik-Tanz-Show „OneStreet“, die am 28. Februar hier ihre Premiere feiern wird.

Schon beim Betreten des Theatersaals wird deutlich: Diese Proben sind mehr als ein gewöhnlicher Durchlauf. Über 100 verschiedene Lichtstimmungen wurden in enger Abstimmung zwischen Techniker und Ensemble programmiert. Scheinwerfer tauchen die Bühne abwechselnd in harte urbane Kontraste, warme Abendfarben oder pulsierende Clubatmosphäre. Szene für Szene wächst die Show zusammen. „Jetzt bekommt alles zum ersten Mal wirklich einen Rahmen“, erklärt Frank Rensing, Projektleiter der Show und Leiter der MoveFactory. „Auf der Probebühne arbeitet man an Details – hier auf der großen Bühne sieht man, wie die einzelnen Acts miteinander verschmelzen. Das ist für alle ein enorm wichtiger Schritt.“

Neben dem Licht entsteht auch das Bühnenbild: Elemente werden aufgebaut, passende Details ergänzt, Lichter installiert und Ausstattung neu kombiniert. Straßenmotive, Spielflächen und Übergänge formen nach und nach die fiktive Straße, in der die Geschichte von OneStreet erzählt wird – ausgelöst durch ein mysteriöses Paket, das die Bewohner miteinander verbindet.

Geleitet werden die intensiven Probentage von den beiden Choreografinnen Fleur de Vries und Alina Schneidereit, die mit klaren Ansagen, viel Gespür und sichtbarer Begeisterung durch das umfangreiche Programm führen. Immer wieder stoppen sie Szenen, geben kurze Hinweise, justieren Übergänge oder motivieren das Ensemble.

„Auf der großen Bühne merkt man sofort, was funktioniert – und was noch nicht“, sagt Alina Schneidereit während einer kurzen Pause. „Die Wege sind länger, die Bilder größer. Aber genau das lieben wir. Man spürt, wie die Energie der Gruppe wächst.“ Auch Fleur de Vries zeigt sich beeindruckt vom Einsatz der jungen Darsteller: „Alle sind mit so viel Herz dabei. Viele stehen seit Monaten mehrmals pro Woche im Training, und trotzdem ist hier unglaublich viel Freude im Raum. Das trägt die Show.“ Auf der Bühne stehen 14 Akteure, ergänzt durch weitere Teammitglieder in Technik und Backstage. Gemeinsam verbinden sie Streetdance, Breakdance, Akrobatik, Magie und Gesang zu einer 100-minütigen Produktion. Alles daran ist selbst entwickelt: Story, Choreografien, Szenenübergänge. Dass dieses Projekt komplett ehrenamtlich entsteht, ist während der Probentage allgegenwärtig – ohne jedoch je schwer zu wirken. Im Gegenteil: Zwischen konzentrierten Durchläufen wird gelacht, angefeuert, gefeiert, wenn eine Szene zum ersten Mal wirklich sitzt. „Natürlich sind das viele Stunden Arbeit, gerade jetzt zu Beginn des Jahres“, sagt Rensing. „Aber man spürt die Vorfreude bei allen. Diese drei Tage haben uns einen riesigen Schritt nach vorne gebracht.“

Nach dem intensiven Theaterwochenende geht die Arbeit nun auf der Probebühne in der ehemaligen Christus-König-Kirche weiter, bevor es Ende Februar zurück auf die große Bühne der Stadthalle Kleve geht. Nach der Premiere wird „OneStreet“ auch auf anderen Bühnen im Kreisgebiet zu sehen sein. Die Proben zeigen schon jetzt: Diese Straße lebt – und sie ist bereit, ihr Publikum mitzureißen. Wer die Show live erleben möchte bekommt Karten für die Premiere online unter Reservix sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen. Infos zu den weiteren Termine und Städten unter www.onestreet.show.

Drei Tage lang wurde die Stadthalle Kleve zur pulsierenden Probebühne. Foto: MoveFactory