"Bürgermeister Luyven und Partner beim Spatenstich für neues Stadtwerke-Projekt, Foto von Gerhard Seybert"
15. Juli 2026 · Goch

Letzter Bauabschnitt von Neu-See-Land startet

Goch setzt beim Wärmekonzept neue Maßstäbe

GOCH. Mit einem Spatenstich haben Vertreter der Stadt Goch, der Stadtwerke Goch GmbH und der GO – Die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft den Startschuss für die Vermarktung des letzten Bauabschnitts des Neubaugebietes Nr. 47 „Neu-See-Land“, Teil F, gegeben. Damit geht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Gochs in seine finale Phase – rund 22 Jahre nach der Schließung der ehemaligen Reichswaldkaserne, auf deren Fläche das Quartier entstanden ist. Auf bis zu 37 weiteren Baugrundstücken sollen rund 150 zusätzliche Wohneinheiten entstehen. Anders als in den vorangegangenen Bauabschnitten liegt der Schwerpunkt diesmal auf Flächen für Investoren: Das Bebauungsplangebiet bietet Raum für Reihenhausblöcke, Punkthäuser mit bis zu fünf Wohneinheiten sowie Geschosswohnungsbau und soll damit gezielt zur Schaffung von Mietwohnraum beitragen. Die Grundstückspreise liegen – je nach Lage und Bebaubarkeit – zwischen 245 Euro und 295 Euro pro Quadratmeter.

„Mit dem letzten Bauabschnitt schließen wir ein Kapitel, das die Stadtentwicklung Gochs über zwei Jahrzehnte geprägt hat. Aus einem ehemaligen Kasernengelände ist ein lebendiges, generationenübergreifendes Wohnquartier mit hoher Aufenthaltsqualität geworden. Dass wir dieses Projekt nun mit einem zukunftsweisenden Energiekonzept vollenden, ist ein starkes Signal für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Goch.“ resümiert Stephan Luyven, Bürgermeister der Stadt Goch.

Nahwärme aus Grundwasserwärmepumpen

Besonders im Fokus steht die Wärmeversorgung des neuen Quartiers: Erstmals in Goch entsteht ein leitungsgebundenes Nahwärmenetz auf Basis regenerativer Energiequellen. In der bestehenden Squashhalle, die künftig als Heizzentrale dient, kommen für den ersten Bauabschnitt zwei Grundwasserwärmepumpen mit einer thermischen Leistung von jeweils 270 kW zum Einsatz. Sie entziehen dem geförderten Grundwasser über einen Trennwärmetauscher Wärme, die anschließend über ein Rohrleitungsnetz an die Gebäude verteilt wird. Individueller Warmwasserbedarf wird in den Objekten selbst über sogenannte Booster-Wärmepumpen auf das benötigte Temperaturniveau angehoben.

„Mit dem Nahwärmenetz in Neu-See-Land betreten wir energiepolitisch Neuland für Goch. Die zentrale, regenerative Wärmeerzeugung in Kombination mit dezentralen Booster-Wärmepumpen ermöglicht eine hohe Versorgungssicherheit bei gleichzeitig geringem CO₂-Ausstoß. Für Bauherren und Investoren bedeutet das eine langfristig verlässliche und wirtschaftliche Lösung – Strom, Wärme und Wasser planen und betreuen wir dabei aus einer Hand.“, erläutert Carlo Marks, Geschäftsführer der Stadtwerke Goch GmbH

„Der letzte Bauabschnitt von Neu-See-Land ist eine attraktive Gelegenheit für Investoren, Teil eines bereits etablierten und beliebten Quartiers zu werden. Mit dem klar strukturierten Vermarktungsprozess und der engen Abstimmung zwischen GO! und Stadtwerken Goch schaffen wir von Anfang an Planungssicherheit für alle Beteiligten – von der ersten Beratung bis zum fertigen Zuhause.“ so Gero Guntlisbergen, Geschäftsführer der GO – Die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft. Mit dem Beginn der finalen Vermarktungsphase wird Neu-See-Land nicht nur räumlich vollendet, sondern setzt zugleich energiepolitisch neue Maßstäbe für Goch. Das Quartier fungiert damit als Pilotprojekt der Stadtwerke Goch und der GO – Die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft für eine nachhaltige, effiziente und zukunftssichere Versorgung moderner Wohnquartiere.

Ansprechpartner und weitere Informationen: Stadtwerke Goch, Stephan Meuten, unter Telefon 02823/ 93 10-135, per E-Mail an stephan.meuthen@stadtwerke-goch.de, Go! Die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft mbH, Anna Fischer, unter Telefon 02823/320-707, per E-Mail an anna.fischer@goch.de.

Bürgermeister Luyven, Sandra Denissen (Stadtwerke), Gero Guntlisbergen (Go!) und Nicky Siebers (Gebr. Siebers) beim offiziellen Spatenstich. NN-Foto: Gerhard Seybert