Freuen sich auf die Eröffnung: Rainer Borsch, Vorstand des Caritasverbandes Kleve, und Architekt Johannes Peeters. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
24. Juni 2025 · Kleve

Langer Anlauf, kurze Wege

Caritasverband Kleve weiht heute den Verwaltungsneubau ein

KLEVE. Bürgermeister und Landrat sind am heutigen Dienstag dabei, wenn das neue Verwaltungsgebäude der Caritas in Kleve von Probst Johannes Mecking eingesegnet wird.

Ab jetzt gilt: Wer in Kleve zur Caritas möchte, muss sich nur noch eine Adresse merken: Hoffmannallee 66-70. Ab jetzt sind also die Wege kurz – der Anlauf nahm allerdings 13 Jahre in Anspruch. 2012 erwarb die Caritas das Grundstück für den jetzt fertigen Neubau. Die Planungen bgannen 2020, der Bauantrag wurde zwei Jahre später gestellt und im Jahr 2023 begannen die Bauarbeiten für den dreigeschossigen Neubau entlang der Görresstraße, wo auf einer Grundfläche von 1.184 Quadratmetern (Nutzfläche: 950 Quadratmeter) 29 Büroräume, 63 Arbeitsplätze sowie Konferenzräume entstanden sind. 3,8 Millionen Euro – 300.000 Euro mehr als ursprünglich geplant – wurden in den Neubau investiert. Weitere 200.000 Euro flossen in die Sanierung des Gebäudes mit der Hausnummer 66 sowie die Renovierung der Gebäude mit den Hausnummern 68 und 70.

Rainer Borsch, Vorstand des Caritasverbandes Kleve: „Alles in allem reden wir also von einem Investitionsvolumen von vier Millionen Euro.“ Die Mietkosten für die vorher ausgelagerten Bereiche entfallen künftig.

Architekt Johannes Peeters brachte das Gesamtvorhaben bei der Vorstellung auf eine einfache, aber wichtige Formel: „Lieber Bauherr – gute Ergebnisse.“ Im Zentrum der Planung habe man ein Wort besonders groß geschrieben: Nachhaltigkeit. „Wir reden da unter anderem von einer Solewasser-Wärmepumpe mit sieben 100 Meter langen Erdsonden. Wir reden auch von einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sowie einer langlebigen Fassade aus keramischen Ziegeln.“ Die Räume für die Mitarbeiter seien ausnahmslos größer als vom Gesetz gefordert, „und wir haben zusätzlich auf eine gute Akustik Wert gelegt.“ Auf der 950 Quadratmeter großen Nutzfläche ist nun Platz für 63 Mitarbeiter.

Wer Büroräume und somit Platz für Mitarbeiter schafft, muss – so will es das Gesetz – auch für geeignete Parkmöglichkeiten sorgen. Architekt Peeters: „Natürlich war auch das von Anfang an Teil der Planung.“ 20 neue Stellplätze sowie neu gestaltete Grünflächen waren integraler Bestandteil der Baumaßnahme. Peeters: „Wir haben mit dem neuen Verwaltungsgebäude ein Beispiel für nachhaltiges Bauen gesetzt – langlebige Materialien wie die hochwertige Fassade aus keramischen Fliesen, klimafreundliche Technik und eine Architektur, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügt“.

Julia Lörcks von der Stabsstelle Kommunikation und Medien: „Für die Besucher und Kooperationspartner der Caritas ändert sich bislang nicht viel: Der Haupteingang der Geschäftsstelle und des Klever Beratungszentrums liegt immer noch an der Hoffmannallee 66-68. Neu hinzugekommen sind die Verwaltung der Münze sowie die Schuldner- und Insolvenzberatung. Ins Haus Nummer 70 sind die Mobile Pflege sowie die Mitarbeiter des Hausnotrufs und der Seniorenreisen eingezogen.“

Der Caritasverband Kleve wurde 1967 gegründet und zählt mit 720 Mitarbeitern und knapp 180 freiwillig Engagierten zu den größten Arbeitgebern im Kreis Kleve. In Kleve, Goch, Emmerich, Rees, Kalkar, Bedburg-Hau, Uedem und Kranenburg bietet die Caritas Unterstützung für Menschen in Not, für Ältere, Kranke sowie für Kinder, Jugendliche und Familien. Der Verband steht damit für soziale Verantwortung, Nähe und professionelle Hilfe.

Bei der Vorstellung des neuen Komplexes tauchte die Frage auf, ob man seitens der Planer eventuell auch darüber nachgedacht habe, für ein derartiges Projekt beispielsweise eine leer stehende Kirche in Erwägung zu ziehen. Keine uninteressante Frage. Peeters: „Wenn wir von einem Verwaltungsgebäude reden, ist eine Kirche allerdings eher ungeeignet.“

3,8 Millionen Euro – 300.000 Euro mehr als ursprünglich geplant – wurden in den Neubau investiert. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

3,8 Millionen Euro – 300.000 Euro mehr als ursprünglich geplant – wurden in den Neubau investiert. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Viel Licht gibt es im Neubau. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Viel Licht gibt es im Neubau. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Der Haupteingang der Geschäftsstelle und des Klever Beratungszentrums liegt immer noch an der Hoffmannallee 66-68. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Der Haupteingang der Geschäftsstelle und des Klever Beratungszentrums liegt immer noch an der Hoffmannallee 66-68. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Freuen sich auf die Eröffnung: Rainer Borsch, Vorstand des Caritasverbandes Kleve, und Architekt Johannes Peeters. NN-Foto: Rüdiger Dehnen