Landpartie am Niederrhein bekommt Nachfolgerin
Rad.Land.Kunst Kevelaer lädt 2027 zur künstlerischen Entdeckungstour ein
NIEDERRHEIN. Jahrelang gehörte die Landpartie am Niederrhein zu den kulturellen Highlights der Kevelaerer Sommermonate. Sie lud dazu ein, die Region von ihrer kreativen Seite kennenzulernen und dabei besondere Orte zu entdecken.
Geöffnete Ateliers, liebevoll gestaltete Gärten und Werkstätten boten Einblicke in die Arbeit regionaler Künstler sowie kreativer Gastgeber. Dazu gab es Musik, Kultur und die ein oder andere kulinarische Köstlichkeit. So wurde die Landpartie zu einem besonderen Erlebnis, bei dem nicht nur die Kunst, sondern auch der persönliche Austausch und das Entdecken abseits bekannter Wege im Mittelpunkt standen.
Schluss nach zehn Jahren
Im Jahr 2025 feierte die Landpartie am Niederrhein ihr zehnjähriges Jubiläum. Was 2016 mit einer überschaubaren Zahl an Ausstellern und einem einzigen Veranstaltungswochenende begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer beliebten Veranstaltung mit großer Strahlkraft. Zeitweise beteiligten sich mehr als 20 Gastgeber mit ihren Ausstellungsorten.
Insgesamt waren über die Jahre mehr als 60 verschiedene Ausstellungsorte mit ihren kreativen Arbeiten und Ideen mit von der Partie sowie über 200 unterschiedliche Aussteller. Die Landpartie erstreckte sich dabei zwischenzeitlich über bis zu drei Wochenenden.
Dass sich die Landpartie über ein ganzes Jahrzehnt hinweg so erfolgreich entwickeln konnte, ist vor allem dem großen Engagement und der Leidenschaft ihrer Initiatorinnen Raphaele Feldbrügge und Anne van Rennings zu verdanken. Mit viel Herzblut, persönlichem Einsatz und einem Gespür für kreative Menschen und besondere Orte haben die beiden die Veranstaltung geprägt und kontinuierlich weiterentwickelt. Sie haben einen Rahmen geschaffen, in dem Kunst und Kultur auf unkomplizierte Weise erlebbar wurden, neue Begegnungen entstanden und die Vielfalt der Region sichtbar wurde. Die Landpartie war damit weit mehr als eine Ausstellung an verschiedenen Orten. Sie brachte Menschen zusammen, schuf Raum für Gespräche und machte deutlich, wie lebendig und vielseitig die kreative Szene in und um Kevelaer ist.
Hinter einer solchen Veranstaltung steckt allerdings auch eine Menge Arbeit. Nach zehn erfolgreichen Jahren möchten die beiden Initiatorinnen deshalb ihren Fokus verstärkt auf private und familiäre Interessen richten. Mit dem Verein wirKsam wird es künftig zudem noch kleinere Veranstaltungen geben. „Wir freuen uns sehr über das große Verständnis für unsere Entscheidung und noch viel mehr freuen wir uns, dass sich aus dem Kreis der bereits Aktiven Menschen zusammengefunden haben, die an die Idee anknüpfen möchten“, da sind sich die Landpartie-Macherinnen einig.
Rad.Land.Kunst folgt auf die Landpartie
Ganz verschwinden soll diese Idee also nicht. Ein Zusammenschluss aus dem kreativen Netzwerk der bisherigen Veranstaltung möchte diesen Gedanken aufgreifen und in ähnlicher Form weiterführen. Mit „Rad.Land.Kunst Kevelaer“ soll im Jahr 2027 eine neue Veranstaltung entstehen. Am 12. und 13. Juni sollen sich verschiedene Orte in Kevelaer und der näheren Umgebung in Entdeckungsziele verwandeln.
Geplant ist ein kreatives Wochenende, das dazu einlädt, neue Perspektiven kennenzulernen, interessante Menschen zu treffen und die Vielfalt der regionalen Kunst zu erleben. Ob in einem idyllischen Garten, auf einem Hof, in einem Atelier oder an einem anderen besonderen Ort: Die Besucher dürfen sich auf unterschiedliche Stationen und individuelle Einblicke freuen. Dabei sollen nicht nur das künstlerische Schaffen im Mittelpunkt stehen, sondern auch die besondere Atmosphäre, die entsteht, wenn kreative Menschen ihre Türen öffnen und ihre Leidenschaft mit anderen teilen. Auch Michael Rütten, Geschäftsstellenleiter der Volksbank an der Niers in Kevelaer, freut sich über die Fortsetzung der Veranstaltung. Durch die Unterstützung der Volksbank wird „Rad.Land.Kunst Kevelaer“ überhaupt erst möglich.
Der Name „Rad.Land.Kunst Kevelaer“ bringt dabei bereits zum Ausdruck, worauf es ankommt: mit dem Fahrrad unterwegs sein, die Landschaft entdecken und Kunst an besonderen Orten erleben. Wie schon bei der Landpartie bietet sich damit die Gelegenheit, bekannte Wege zu verlassen, neue Lieblingsorte zu finden und Kevelaer sowie die umliegende Region aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Kreative Gastgeber und Austeller gesucht
Für „Rad.Land.Kunst Kevelaer“ werden weiterhin Gastgeber mit eigenen Ausstellungsorten sowie Künstler und weitere kreativ Tätige aus der Region gesucht, die ihre Arbeiten und Ideen präsentieren möchten. Interessierte können sich noch bis Ende des Jahres unter der E-Mail-Adresse radlandkunst@gmail.com melden und die kreative Fortsetzung der Landpartie mitgestalten.
Veranstaltungsübergabe „Landpartie am Niederrhein“ an „Rad.Land.Kunst Kevelaer“: (v.l.n.r.) Rita Kerkhoff-Brouwers, Monica Grütters, Hendrik Görtz, Sonja Pooth, Sabine van Leyen, Raphaele Feldbrügge und Anne van Rennings. Nicht auf dem Bild: Inge Leenen und Laura Prus. Foto: Mara Naimor/Rad.Land.Kunst Kevelaer