Land fördert Cybersicherheit
Hochschulen starten Security Operation Center. Land gibt 5,3 Millionen
In Nordrhein-Westfalen haben sich alle 16 Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die sieben Kunst- und Musikhochschulen sowie die Deutsche Sporthochschule in Köln zusammengetan und das gemeinsame Security Operation Center (SOC) gestartet. Die Hochschule Bielefeld ist federführend beteiligt, ein externer IT-Dienstleister begleitet den Prozess. Dazu sagt Dr. Volkhard Wille, Kreis Klever Abgeordneter der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW: „Die Hochschulen haben bisher weitgehend für sich allein gearbeitet, was die IT-Sicherheit betrifft. Mit dem Security Operation Center schaffen sie eine Einrichtung, die die gemeinsame Entwicklung der Cybersicherheit erheblich voranbringen kann und die hilft den Schaden schnell zu beheben, wenn Hackerangriffe „erfolgreich“ verlaufen sind.“
Das SOC überprüft die IT-Systeme der teilnehmenden Hochschulen sowohl voll automatisiert als auch mithilfe von „guten Hackern“ auf mögliche Sicherheitslücken. Außerdem informiert es zu aktuellen Gefahren und sucht im Darknet nach Hochschuldaten, wie beispielsweise geleakten Zugangscodes. Sollte trotzdem ein Hackerangriff stattfinden, unterstützt das SOC die betroffene Hochschule bei der forensischen Analyse und der Schadensbehebung. Die schwarz-grüne Landesregierung fördert das Vorhaben mit 5,3 Millionen Euro, die über einen Zeitraum von drei Jahren ausgezahlt werden. Wille: „Die Cybersicherheit im Land nehmen wir als schwarz-grüne Koalition sehr ernst. Die Unterstützung des SOC ist eine wichtige Maßnahme von mehreren: So stellen wir den Hochschulen 4,7 Millionen Euro pro Jahr für zusätzliche 66 Stellen für Cybersicherheit zur Verfügung und weitere 30 Millionen Euro bis zum Jahr 2027 für befristete Stellen und externe Beratung. NRW ist zudem das erste Bundesland, das für alle Hochschulen Mindeststandards für die Informationssicherheit festgeschrieben hat.“