„Lagafeuer“ oder: Der unsichtbare Dritte
Neu auf Sendung: Ein Podcast zur Landesgartenschau 2029
KLEVE. Es ist noch ein Stück Weg bis zur LaGa in Kleve – wenn man von der Eröffnung ausgeht, aber: Ein Ereignis wie die Laga nimmt im Hintergrund längst Form an. Damit ein bisschen vom Hintergrund in den Vordergrund gerät, gibt es ab sofort im 14-Tage-Rhythmus den Podcast „Lagafeuer“.
Ideengeber ist der Kameramann und Videojournalist Manuel Funda. „Ich habe mir, als die Sache mit der Landesgartenschau feststand und es den Förderverein gab überlegt, wie ich mich einbringen könnte. Es ist ja so, dass am Beginn eines solch großen Projektes nur wenige wissen: Was machen die denn da eigentlich und wer macht was?“ Die Grundidee also: Mit den Machern reden. Fundas Idee: „Keine Fachtalks, sondern Gespräche in Lagerfeueratmosphäre. Schnell wurde aus dem Lagerfeuer das „Lagafeuer“. Funda: „Wir haben dann einen Host gesucht und ziemlich schnell kam von Ute Marks die Idee, Lena Frost zu fragen. Das haben wir getan und festgestellt: Die hatte Bock auf das Projekt, aber Podcast war für Lena ein neues Pflaster. Ich habe dann gedacht: Passt super. Und Lena ist es dann auch geworden.“ Im redaktionellen Hintergrund arbeiten Ute Marks, die Vorsitzende des Fördervereins, und Astrid Hoyer-Holdenberg.
Jede Podcast-Folge beginnt mit einer Einleitung. Ein Song ertönt: „Schau mal, wie schön es hier schon ist und wie gern du hier immer bist. Was, wenn wir‘s noch schöner machen, noch mehr Blumen in der Sonne lachen ...“ Den Text hat Funda geschrieben. Und die Musik? „Da habe ich die KI ins Boot geholt“, sagt Funda. Er ist zwar im Podcast nicht zu sehen, aber irgendwie ist er – um es mit einem Zitat zu erklären – der „Unsichtbare Dritte“. Er ist für den „Director‘s Cut“ verantwortlich. Er hat das Set entworfen, denn es gibt den Podcast als Hör- und Sehversion. Sechs Folgen sind bereits produziert. Merke: Man braucht einen Vorlauf – kann ja immer mal was ausfallen. Der Plan: Von jetzt ab neue Folgen im Zwei-Wochen-Takt. „Es wird auch passieren, dass wie Gäste mehrmals einladen. Da wird es dann darum gehen, Fortschritte zu dokumentieren“, sagt Funda.
Rund 30 Minuten soll jede Folgen dauern. „Vielleicht sogar etwas weniger. Viele Menschen hören Podcasts ja auch im Auto und da sind 30 Minuten eine ganz gute Portion.“ Ein Wort, das Funda oft benutzt: Quatschen. Das ist ihm wichtig. „Das ist meine Vorstellung von „Lagafeuer““, sagt er. Und da das ganze Projekt gerade erst startet, sind auch (Ver)Änderungen möglich.
Fragt man Host Lena Frost nach dem Projekt „Lagafeuer“, spürt man Motivation pur. „Ich habe ja bisher noch keine Podcast-Erfahrung, aber so viel ist sicher: Die Sache macht viel Spaß.“ Frost studiert in Köln Medienkulturwissenschaft und Intermedia, gehört in Kleve zum Leitungsteam beim Theater im Fluss und arbeitet darüber hinaus an der Kölner Oper im „Übertitelteam“ [die NN berichteten]. „Als Host für einen Podcast ist es natürlich wichtig zu wissen, wer dein nächster Gast ist. Was das angeht, werde ich von Ute und Astrid unterstützt.“ Das Team scheint bestens zu funktionieren.
Und wie finanziert sich das Ganze? Manuel Funda: „Der Podcast finanziert sich über die Kisters-Stiftung. Ich habe das Projekt Markus Kock, meinem Chef, vorgestellt und gesagt: ‚Ich würde das gern machen. Wäre das nicht was für uns?‘ Kock fand das gut und jetzt ist halt die Konstruktion die, dass die Stiftung den Podcast produziert und damit den Förderverein unterstützt.“ Der Podcast ist also ein Produkt des AV-Studios in Zusammenarbeit mit dem Förderverein. Alles, was der Podcast an Kosten verursacht, läuft komplett über die Kisters-Stiftung. Das ist also quasi der Beitrag der Stiftung zur Förderung der Entwicklung der LaGa.
Zu hören ist „Lagafeuer“ derzeit bei Youtube und Spotify, aber wenn es nach Funda geht, werden weitere Möglichkeiten dazu kommen. Das komplette Interview mit Manuel Funda gibt‘s hier: https://www.niederrhein-nachrichten.de/nachrichten/ans-lagafeuer-setzen-und-einfach-mal-quatschen-22427.html
Folge 1: Lena Frost, Host des Podcasts, Premierengästin Ute Marks und „der unsichtbare Dritte“: Manuel Funda. Foto: Mariam Hachem