Installationsansicht „Barry Le Va: In a State of Flux“, Museum Kurhaus Kleve, 2025. Foto: Simon Vogel
20. Juni 2025 · Kleve

Kurhaus: „Trails of Le Va“

Das Wandelkonzert wird in mehreren Räumen in der Ausstellung aufgeführt

KLEVE. Am Samstag, 21. Juni, um 18 Uhr findet im Museum Kurhaus ein Wandelkonzert statt. Das Konzert wird in mehreren Räumen in der Ausstellung „Barry Le Va: In a State of Flux“ aufgeführt und beinhaltet sowohl die neue Komposition für Piano „Trails of Le Va“ als auch ältere Stücke und Improvisationen, die zu den Werken von Le Va gespielt werden. Der Abend wird gestaltet vom Komponisten Heiner Frost zusammen mit den Musikern Yilin Han, Piotr Myotka und Anja Speh.

Frost lebt und arbeitet in Kranenburg. Sein Kompositionsstudium absolvierte er an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Für zahlreiche Ausstellungseröffnungen im Bereich der Bildenden Kunst schuf er besondere Kompositionen. In Vorbereitung zur Ausstellung „Barry Le Va: In a State of Flux“ hat Heiner Frost inspiriert durch die Arbeiten von Le Va das Stück „Trails of Le Va“ geschrieben, welches zur Eröffnung uraufgeführt wurde und für das Konzert in einer erweiterten Fassung gespielt wird.

Yilin Han und Piotr Motyka aus der Klasse von Grzegorz Stopa der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) wurden im Dezember 2023 in der Finalrunde der 28. Arrasate Hiria International Accordion Competition in Spanien mit den höchsten Preisen ausgezeichnet. Piotr Motyka erhielt für seine herausragende Leistung den Ersten Preis, Yilin Han wurde von der renommierten Jury mit dem Dritten Preis gewürdigt. Der Akkordeonwettbewerb in Arrasate gehört zu den anspruchsvollsten Wettbewerben für klassisches Akkordeon weltweit.

Yilin Han wurde 1998 in China geboren und begann ihre Musikausbildung bereits im Alter von vier Jahren. Seit 2020 absolviert sie ein Masterstudium in der Akkordeonklasse von Grzegorz Stopa an der MUK. Solodebüts führten sie bislang an das National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Beijing sowie an weitere bedeutende Konzertsäle in China und Europa. 2017 gewann Yilin Han den Ersten Preis des 2. Hummingbird Music Awards in China, 2018 den Grand Prix des weltweit prominentesten internationalen Wettbewerbs für klassisches Akkordeons in Klingenthal, Deutschland; 2019 erhielt sie das Sonderstipendium Steinway & Sons in China.

Piotr Motyka begann seine Ausbildung in Polen in der Akkordeonklasse von Artur Miedziñski, aktuell studiert er bei Grzegorz Stopa an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Der polnische Künstler wurde bereits vielfach auf europäischen Musikbühnen ausgezeichnet: 2016 gewann er den Hans-Schaeuble-Award in Rahmen von Arosa Music Academy in der Schweiz und durfte daraufhin ein Solokonzert mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt im folgenden Jahr spielen. 2018 war er Finalist beim Wettbewerb „Young Musician of the Year“, dem prominentesten polnischen Wettbewerb für Nachwuchskünstler*innen der klassischen Musik, und konzertierte mit dem Orchester Musica Viva in Moskau. 2021 gewann Piotr Motyka als Finalist des 58. Akkordeonwettbewerbs in Klingenthal, einem der renommiertesten Akkordeonwettbewerbe weltweit, den Dritten Preis. Zuletzt bezeichnete ihn Die Presse infolge seines solistischen Auftritts bei der Carte Blanche á Younghi Pagh-Paan im Rahmen von Wien Modern 2021 im Wiener Konzerthaus als „famosen Akkordeonisten“.

Die Pianistin Anja Speh hat an der Folkwang-Hochschule Essen bei Professor Till Engel studiert. Während ihres Studiums gab sie regelmäßige Konzerte im Bereich Kammermusik und Liedbegleitung, darunter auch Uraufführungen Neuer Musik. Sie besuchte Meisterkurse für Kammermusik bei Professor Wolfgang Wagenhäuser, Klavier, und Ramon Jaffè, Cello, sowie für Liedgestaltung bei dem renommierten Liedbegleiter Axel Bauni. 1995 nahm sie mit dem niederländischen Tenor Frank Fritschy eine CD mit Liedern von Ludwig van Beethoven auf. 1999 und 2004 erfolgten Aufnahmen für den Deutschlandfunk mit der Sopranistin Gesine van der Grinten. An der Musikhochschule Münster war sie von 2002 bis 2007 als Lehrbeauftragte für Liedbegleitung tätig. Seit 1997 ist sie als Korrepetitiorin für den Euregio Vokalwettbewerb tätig, seit 2003 arbeitet sie regelmäßig als Gesangskorrepetitorin an der Landesmusikakademie NRW.

Der Eintritt pro Person beträgt zehn Euro, Schüler und Studenten zahlen fünf Euro. Das Konzert dauert etwa 75 Minuten.

Installationsansicht „Barry Le Va: In a State of Flux“, Museum Kurhaus Kleve, 2025. Foto: Simon Vogel