Die Filmzeit zum Weltfrauentag ist für sie immer etwas ganz Besonderes. (V.l) Tanja Angenendt (Stadt Geldern), Inge Ruhs (Kunstverein), Lennard Janssen (Leiter Herzogtheater), Christel Terhorst (Kunstverein). NN-Foto: J. Kurschatke
23. Februar 2026 · Geldern

Kunstverein Gelderland lädt wieder zur „Filmzeit“

Am 12. März zeigt das Herzogtheater den Film „Die Farben der Zeit“ zum Weltfrauentag

GELDERN. Bald ist wieder Weltfrauentag. Zu diesem Anlass lädt der Kunstverein Gelderland in Kooperation mit dem Herzogtheater und den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Geldern, wieder zu einer besonderen Filmzeit ein. Am Donnerstag, 12. März ab 20 Uhr verspricht der Film „Die Farben der Zeit“ den Besuchern eine unterhaltsame Familiengeschichte, die zwei Epochen miteinander verbindet.

Erstmalig wurde der französische Spielfilm im vergangenen Jahr bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt. Aktualität, ist eines der Kriterien, die sich der Kunstverein für die Auswahl seiner Filme vornimmt: „Wir achten darauf nur neue Filme zu zeigen, die vielleicht auch nicht im regulären Kinoprogramm laufen. Die Filme behandeln dadurch aktuelle Themen, wie etwa der Film aus dem letzten Jahr ‚Ein kleines Stück vom Kuchen‘, der die Situation der Frauen im Iran thematisiert“, berichtet Vereinsmitglied Christel Terhorst. Die Vorsitzende des Kunstvereins Inge Ruhs ergänzt weiter, „Frauenthemen, haben überall auf der Welt bestand, egal in welchen politischen Umständen, sich ein Land befindet.“ Der gezeigte Film solle eine Botschaft vermitteln, die Frauen Mut mache. Zudem gibt es immer auch Einblicke in die Entwicklung des Feminismus und der Frauenrechte. Trotzdem soll die Filmzeit zu ehren des Weltfrauentags auch spaß machen. „Wir möchten nicht nur schwere Kost zeigen. Der Film soll auch unterhaltsam, charmant und lustig sein. Außerdem achten wir darauf, dass er mit seiner Farbgebung und den Kostümen auch schön fürs Auge ist“, erläutert Ruhs weiter. Die Filmzeit beginnt dann traditionell um 20 Uhr. Ab 19 Uhr ist im Herzogtheater allerdings bereits Sektempfang. Zeit, sich mit an in das aktuelle Programm des Kunstvereins einzulesen. Im Kinosaal führen die Veranstalter dann in den Film ein, schaffen für ihn einen Kontext.

„Die Farben der Zeit“ folgt vier Verwandten die durch eine unerwartete Erbschaft gemeinsam in einem Haus in der Normandie zusammenkommen. Gemeinsam wollen sie ihren Familiengeheimnissen auf den Grund gehen, dabei stoßen sie auf das Schicksal ihrer Vorfahrin Adèle. Diese steht 130 Jahre zuvor, 1895 vor einem Abenteuer. Mit 21 verlässt sie ihr Familienheim, um in Paris nach ihrer Mutter zu suchen. Dabei lernt sie die Großstadt im Wandel zur Moderne kennen, geprägt von Malerei und Fotografie. Was das schließlich für die Erbengemeinschaft bedeutet, bleibt Interessierten bis zur nächsten Filmzeit verborgen.

Der Sprung zwischen zwei Epochen mache den Film ganz besonders interessant. So zeige er eine Aufbruchstimmung, die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbinde sowie wichtige Grundsteine für die Rechte der Frauen ebnete. Nur ein paar Jahre nach der filmischen Handlung wurde 1911 der erste Weltfrauentag ausgerufen. 1918 folgte das Wahlrecht für Frauen in Deutschland. Tanja Angenendt, vertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Geldern, betont dazu: „Der Weltfrauentag ist dafür da, gemeinsam Erfolge zu feiern und nicht nur auf Missstände aufmerksam zu machen.“ Sie selbst komme immer gern zu dieser besonderen Ausgabe der Filmzeit: „Hier werden Filme gezeigt, die mich privat gar nicht so angesprochen hätten. Die Veranstaltung bietet allerdings einen schönen Raum und eine super Atmosphäre. Man spürt die Solidarität unter den Frauen, die kommen“, sagt Angenendt abschließend. Tickets für die Vorstellung zu „Die Farben der Zeit“, gibt es für 13 Euro ab sofort im Herzogtheater Geldern.

Die Filmzeit zum Weltfrauentag ist für sie immer etwas ganz Besonderes. (V.l) Tanja Angenendt (Stadt Geldern), Inge Ruhs (Kunstverein), Lennard Janssen (Leiter Herzogtheater), Christel Terhorst (Kunstverein). NN-Foto: J. Kurschatke