Kunstausstellung in der Evangelischen Stiftung
Finissage mit Sekt und Selters – und Rosen für die Künstler
KLEVE. Zwei Wochen lang war in der Cafeteria des Alten-, und Pflegeheims Evangelischen Stiftung in Kleve eine Ausstellung zu sehen. Dort, wo in der Regel Fotografien des Klever Fotografen Fritz Gettlinger hingen, wurde erstmals eine Sammlung von Kunstwerken einige Bewohner ausgestellt.
Die Bewohner hatten diese Kunstwerke im Laufe ihres Lebens gestaltet, von zu Hause mitgebracht und in ihren Zimmern aufgehangen. Durch die Ausstellung in den öffentlichen Räumen der Cafeteria kamen diese nun ganz neu zur Geltung. Der Sozialen Dienst der Stiftung organisiert einmal im Jahr eine Projektwoche; in den letzten Jahren zum Thema „Heimat“ und zum Thema „Theater“. In diesem Jahr also: „Kunst“. Die Projektwoche hielt für die Bewohner die unterschiedlichsten Angebote parat: ein Museumsbesuch, eine Filmvorführung, Künstlerische Angebote am Bett oder auch Workshops mit Gastdozentinnen. Unter dem Motto „Jeder Mensch ist ein Künstler“ (nach Beuys) wurden die Künstler unter den Bewohnern gesucht und zwölf Mal gefunden. Die Bewohner bejahten nicht nur die Frage danach, ob sie im Verlauf ihres Lebens etwas gestaltet oder gemalt hatten, sondern waren auch bereit, ihre Werke für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Was zusammen kam, waren bemerkenswerte Bilder und Skulpturen, völlig unterschiedlich in Stil und Material: Tier-Skulpturen aus Keramik, Gobelin-Stickereien, Seidenmalerei, Mandalas, Engelfiguren aus Gips und aus Holz, abstrakte Bilder mit Flüssigwachs, Blumenmalereien, Aquarelle, japanisch inspirierte Bilder und Ölgemälde mit niederrheinischen Motiven.
Schon während des Aufbaus der Ausstellung, blieben neugierige Gäste, Bewohner und Mitarbeiter stehen und zeigten ihr Interesse an dem, was da ausgepackt und aufgehangen wurde. Im weiteren Verlauf ließ die Begeisterung nicht nach, die Ausstellung wurde gut besucht und die Werke der Bewohner bewundert. Insbesondere die Vielfältigkeit der ausgestellten Kunst gefiel vielen. Am Freitag fand dann zum Abschluss eine feierliche Finissage mit Sekt und Selters statt. Eugenia Kuhlmann, die Leiterin des Sozialen Dienstes, berichtete von der Projektwoche, sowie den positiven Erfahrungen mit der Ausstellung und bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Im Anschluss ehrte Heimleiter Holger de Lange die Künstler mit einer Ansprache und überreichte ihnen Rosen. Die entdeckten Kunstwerke werden allen lange in Erinnerung bleiben und sicherlich eine Inspiration sein.
NN-Foto: Rüdiger Dehnen