Kunst für Freiheit
Frauen setzen im Awo-Frauenhaus ein starkes Zeichen gegen Gewalt
KLEVE. Ein Wochenende voller Kreativität, Begegnung und Hoffnung erlebten die Bewohnerinnen des Awo Frauenhauses Kleve gemeinsam mit ihren Kindern bei einem besonderen Kunstprojekt zum Thema Frauenrechte, Freiheit und ein gewaltfreies Leben.
Initiiert wurde die Aktion von dem Künstler Andreas Wencel (Wencel-Art) und Angelika Hubbert vom Zonta Club Niederrhein in Zusammenarbeit mit dem Awo-Frauenhaus. Für das Projekt stellten Angelika Hubbert und Andreas Wencel Farben, Leinwände und weiteres Künstlermaterial zur Verfügung. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre entstanden zahlreiche individuelle Kunstwerke, in denen die Teilnehmerinnen ihre Gedanken, Wünsche und Gefühle kreativ zum Ausdruck bringen konnten. Ein besonderer Höhepunkt des Wochenendes war die gemeinsame Gestaltung eines großformatigen Kunstwerks. Frauen unterschiedlicher Herkunft arbeiteten dabei gemeinsam an einem Bild, das für Mut, Zusammenhalt und die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben steht. Hände symbolisieren den Widerstand gegen Gewalt, Schmetterlinge stehen für Freiheit, Neubeginn und Zuversicht. Ergänzt durch persönliche Botschaften der Teilnehmerinnen entstand ein eindrucksvolles Werk voller emotionaler Kraft und Aussage. „Kunst gibt Menschen eine Stimme – besonders dort, wo Worte manchmal nicht ausreichen. Es war bewegend zu erleben, wie aus unterschiedlichen Lebensgeschichten ein gemeinsames Zeichen für Freiheit, Respekt und Menschlichkeit entstanden ist. Dieses Bild steht für Mut, Stärke und Hoffnung und zeigt, wie Kunst Menschen verbinden kann“, sagt der Künstler Andreas Wencel.
Das Gemeinschaftswerk wird im September im Rahmen eines Charity-Golfturniers des Zonta Clubs Niederrhein versteigert. Der Erlös kommt den Frauen und Kindern des Awo-Frauenhauses zugute und unterstützt wichtige Projekte und Hilfsangebote für Betroffene von Gewalt. Die Organisatoren zeigten sich begeistert von der positiven Resonanz und dem Engagement aller Beteiligten. Auch die Verantwortlichen des Awo-Frauenhauses hoben die Bedeutung kreativer Projekte hervor, die den Frauen und Kindern neue Perspektiven eröffnen, das Selbstvertrauen stärken und Gemeinschaft erlebbar machen.
Das Kunstwochenende hat eindrucksvoll gezeigt, wie Kunst Brücken bauen, Menschen stärken und gesellschaftlich wichtige Themen sichtbar machen kann. Für die Teilnehmerinnen und ihre Kinder war es weit mehr als ein kreatives Angebot – es war ein starkes Zeichen für Frauenrechte, Freiheit und eine Zukunft ohne Gewalt.
Angelika Hubbert (Zonta Club Niederrhein) und Andreas Wencel (Wencel-Art) mit dem entstandenen Gemeinschaftswerk, das im September für den guten Zweck versteigert wird. Foto: Zonta Club Niederrhein