Rainer Borsch, Vorstand des Caritasverbandes Kleve. Foto: Markus van Offern
29. Oktober 2024 · Niederrhein

Kürzungen schwächen soziale Infrastruktur

Freie Wohlfahrtspflege ruft zur Teilnahme an Protestkundgebung auf

NIEDERRHEIN. Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege im Kreis Kleve ruft zur Teilnahme an der Kundgebung „NRW bleib sozial“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW am Mittwoch, 13. November, in Düsseldorf auf.

Mitarbeitende, Patienten und Klienten sowie deren Angehörige werden gebeten, gemeinsam zu demonstrieren. „Mach mit und gehe mit uns auf die Straße – damit NRW sozial bleibt“, sagt Rainer Borsch. Er ist Vorstand des Caritasverbandes Kleve und in dieser Funktion aktuell geschäftsführender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände im Kreis Kleve. Deren Mitglieder sind zusammen der größte Arbeitgeber der Region im sozialen Sektor. Er sagt: „Der aktuelle Haushaltsentwurf der NRW-Landesregierung sieht neben Kürzungen an die Spitzenverbände in Höhe von 2,1 Millionen Euro auch Einsparungen bei zahlreichen gesellschaftspolitischen Programmen vor. Nach den Berechnungen der Freien Wohlfahrtspflege betragen diese Kürzungen knapp 83 Millionen Euro.“ Am stärksten davon betroffen sind die sozialen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen in NRW – wie die Suchthilfe im Bereich Alter und Pflege oder der Bereich Migration, Flucht und Integration. Weitere Bereiche sind die Familiendienste und -hilfen, die Unterstützung und Hilfe für Menschen mit Behinderung sowie die Armutsbekämpfung. „Sollten die Kürzungen so umgesetzt werden, wird das für viele Menschen im Kreis Kleve sicht- und spürbare Folgen haben“, sagt Rainer Borsch und ergänzt: „Die soziale Infrastruktur wird geschwächt und Unterstützungsangebote für zahlreiche Gruppen werden zurückgefahren. Auf die Träger, die Mitarbeitenden und freiwillig Engagierten kommen dadurch noch größere Belastungen zu.“

Aus diesem Grunde ruft die Freie Wohlfahrtspflege im Kreis Kleve auch zur Teilnahme an der Kundgebung „NRW bleib sozial“ am 13. November auf. Sie startet um 10 Uhr mit einem Treffen am Hauptbahnhof in Düsseldorf. Von dort aus wandert um 10.30 Uhr der Protestmarsch zum Landtag. „Um 12.05 Uhr beginnt die eigentliche Kundgebung vor dem Landtag“, so Rainer Borsch.

Rainer Borsch, Vorstand des Caritasverbandes Kleve. Foto: Markus van Offern