Kreis Klever Schulen sparen Ressourcen und Energie
Zehn-Punkte-Plan wird gemeinsam erarbeitet
KREIS KLEVE. Startschuss für das Projekt „Unsere Schule ‒ unser Klima. Energiesparmodelle im Kreis Kleve“: Dabei vernetzt die AG Klima des Kreises Kleve unterschiedliche Akteure, um bei den kreiseigenen Schulen Ressourcen einzusparen. Mit dabei sind die sechs Förderzentren sowie die beiden Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises Kleve. Sie werden beraten und unterstützt durch die AG Klima, die Abteilungen „Zentrale Dienste“ und „Schule und Kultur, Schwerbehindertenausweise“ sowie die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH (KKB) und die Beratungsagentur „einsfünf“.
„Klimaschutz beginnt oft mit vielen kleinen Entscheidungen im Alltag. Bewusst mit Energie umgehen, Ressourcen schonen, Wasser sparen oder Wege klimafreundlicher zurücklegen. All das sind Maßnahmen, die jeder Einzelne von uns beeinflussen kann“, sagte Zandra Boxnick, Leiterin des Fachbereichs „Zentrale Verwaltung“ des Kreises Kleve. „Insbesondere Schulen sind ein idealer Ort, über Klimaschutz zu sprechen. Schulen sind nicht nur Lernorte, sondern auch Orte, an denen Werte vermittelt und Zukunft gestaltet wird. Kinder und Jugendliche erleben hier täglich, dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied machen kann. Dieses Bewusstsein möchten wir mit dem heutigen Projekt weiter stärken.“
Gemeinsam erarbeiten die Teilnehmer im Netzwerk Ideen, um den Verbrauch von Strom, Wärme, Wasser und Abfall an den Schulen zu reduzieren. „Auch im Bereich Mobilität lassen sich häufig Einsparpotenziale heben“, sagt Dirtje Derksen von der AG Klima. „Dabei sollen die Schulen vom Netzwerk profitieren, im Fokus stehen aber individuelle Lösungen für die jeweiligen Voraussetzungen vor Ort.“ Die Schulen bilden so genannte „Klimateams“, in denen sich das pädagogische und das technisch verantwortliche Personal, Hausmeister und weitere Mitarbeiter, Schüler und gegebenenfalls auch Eltern zusammenschließen und gemeinsam Ziele definieren und deren Umsetzung anstreben. Durch die Weiterbildung aller Akteure in den Schulen wird Fachwissen vermittelt. „Dadurch erhalten die Themen Ressourcenschutz und Energiesparen eine zentrale Bedeutung im Schulalltag“, sagt Soeren Roesges, Klimaschutzberater bei einsfünf.
Zum Projekt gehören auch jährliche Aktionstage zu verschiedenen Themen. Auf diesen präsentieren die Teams ihre Aktivitäten und zeigen den Stand der Realisierung. So werden die Klimaziele auch nach außen sichtbar. Alle Schulen mit ihren Klimateams werden jährlich zusammenkommen, um die individuellen Ergebnisse vorzustellen. Bei diesem Anlass werden zudem die Ergebnisse mit Prämienzahlungen belohnt.
Hintergrund
„Unsere Schule ‒ unser Klima. Energiesparmodelle im Kreis Kleve“ ist ein Förderprojekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Aus dem Kreis Kleve nehmen folgende Schulen teil: Berufskolleg Geldern des Kreises Kleve, Berufskolleg Kleve des Kreises Kleve, Don-Bosco-Schule, Förderzentrum an der Niers, Förderzentrum Grunewald, Förderzentrum Kleve, Gelderland Schule und Schule Haus Freudenberg.
Startschuss für das Projekt „Unsere Schule, unser Klima“: Die Leitungen der acht teilnehmenden Schulen mit Zandra Boxnick (2.v.r.), Leiterin des Fachbereichs „Zentrale Verwaltung“ des Kreises Kleve, und den weiteren Mitwirkenden. Foto: Kreis Kleve