"Dr. Martina Scherbaum wirbt für HPV-Impfung, Gesundheitsexpertin Kreis Kleve, Förderung Impfschutz für Jugendliche"
3. September 2026 · Niederrhein

Kreis Kleve: Drittklässler gegen Viren-Erkrankungen impfen

Abteilung Gesundheit informiert über Erkrankungen durch „HP“-Viren

KREIS KLEVE. Die Abteilung „Gesundheit“ des Kreises Kleve macht auf die Gefahren so genannter „HPV“-Viren aufmerksam. Die Abkürzung „HPV“ steht für „humane Papillom-Viren“. Mehrere Typen dieser Viren können bei Mädchen und Frauen sowie bei Jungen und Männern schwere Erkrankungen auslösen, darunter Krebserkrankungen des Mund-Rachenraums und der Genitalorgane. Den effektivsten Schutz gegen eine Ansteckung bietet die HPV-Impfung. „Die beiden in Deutschland verfügbaren HPV-Impfstoffe bieten einen sehr guten Schutz gegen mehrere, krankheitsauslösende HPV-Typen“, erklärt Dr. Martina Scherbaum, Leiterin des Fachbereichs „Gesundheit“ beim Kreis Kleve.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren. Jugendliche, die nicht innerhalb der empfohlenen Altersspanne geimpft wurden, können bis zum 18. Geburtstag nachgeimpft werden. Nach Daten des Robert Koch Instituts (RKI) waren im Jahr 2024 im Kreis Kleve nur 61 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 42 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft. „Die HPV-Impfung hat große Bedeutung für die Kinder- und Jugendgesundheit“, sagt Dr. Scherbaum. „Daher möchten wir Eltern und Sorgeberechtigte über die Gefahren von HPV aufklären und für die Schutzimpfung werben.“ Der kinder- und jugendzahnärztliche Dienst der Abteilung „Gesundheit“ wird im Rahmen der zahnärztlichen Reihenuntersuchungen in den dritten Klassen der Grundschulen jedem Kind einen versiegelten Umschlag mit einem Informationsanschreiben an die Sorgeberechtigten und einer Broschüre des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zum Thema HPV-Impfung aushändigen. Darüber hinaus werden weitergehende Informationen zur HPV-Impfung auf der Website des Kreises Kleve bereitgestellt. www.kreis-kleve.de/hpv.

Mit diesem Service unterstützt die Abteilung „Gesundheit“ die Sorgeberechtigten in ihrer Entscheidungsfindung zur HPV-Impfung: Die Informationsmaterialien erklären Übertragungswege, mögliche Folgen einer HPV-Infektion sowie die Schutzwirkung der Impfung. Prävention und Gesundheitsförderung sowie die Verhinderung übertragbarer Erkrankungen gehören zu den Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Frühzeitige, zielgruppenspezifische Informations- und Aufklärungsmaßnahmen sollen schwere Erkrankungen verhindern und die Gesundheit der Kinder langfristig schützen.

Dr. Martina Scherbaum, Leiterin des Fachbereichs „Gesundheit“ beim Kreis Kleve, wirbt für die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen. Foto: Kreis Kleve