"Personen laden zum Rheinfest und Krammarkt ein, Gruppenfoto vor Ort, Eventpromotion"
10. Oktober 2026 · Rees

Krammarkt goes Rheinfest

Die Stadt Rees läutet den Herbst mit einem Veranstaltungs-Doppelpack ein

REES. Mit dem Herbst wird es zunehmend dunkel, nass und kalt. Umso schöner, wenn Veranstaltungen die Gemüter erhellen, die gerade unter diesen Umständen so richtig zur Geltung kommen. In diese Kerbe schlägt auch das Rheinfest in Rees. Noch einmal schlafen und es ist wieder soweit: Am Sonntag, 11. Oktober, verwandelt sich die Reeser Innenstadt von 12 bis 18 Uhr in einen Einkaufs- und Erlebnisrundgang für Jung und Alt ¬– dieses Mal sogar mit einer Besonderheit.

Denn statt wie sonst die Kirmes zu begleiten, startet der Krammarkt erstmals zusammen mit dem Rheinfest. Diese Veränderung hatte die Reeser Werbegemeinschaft (RWG) bereits 2025 angekündigt. Für Reeser und Besucher von außerhalb bedeutet das noch mehr Abwechslung zum Start in den Herbst. Jörn Franken, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur, erklärt: „Der Krammarkt wurde gut angenommen, aber im Laufe der Jahre hat man schon gemerkt, dass es weniger wurde: sowohl bei den Besuchern, als auch bei der Händlerschaft.“ Sparmaßnahmen spielen also keine Rolle, betont er: „Es ging darum zu überlegen, wie man den Krammarkt in die Zukunft führen kann.“ Im Ergebnis sollen nun also Rheinfest und Krammarkt voneinander profitieren.

Die Organisation ist zweigeteilt: Während der Krammarkt vor allem in den Händen von Annette Kook (Stadt Rees) liegt, kümmert sich die RWG um das Rheinfest. Der Plan scheint aufzugehen: „Wir haben ganz viele Händlerzusagen. Es wird also voll“, sagt Anika Nobel von Nobel Poppy und Vorsitzende der RWG. Zusammengehalten wird das Konzept durch einen Rundweg: Vom Stadteingang ab Vor dem Delltor geht es über den Markt und die Wasserstraße zum Kirchplatz, entlang der Kapitelstraße und zurück auf die Dellstraße.

40 Händler

Über das gesamte Gebiet breiten sich insgesamt rund 40 Händler aus – rund ein Viertel davon sind in dieser Rolle das erste Mal zu Gast in Rees. „Annette Kook war auf verschiedenen Märkten unterwegs und hat gezielt Händler angesprochen“, erzählt Jörn Franken. Die übrigen Händler sind Wiederkehrer und traditionelle Reeser Krammmarkt-Händler. Die Organisatoren sprechen von mehr Anfragen als Plätzen – entsprechend lang sei die Warteliste. „Ein schönes Zeichen“, findet Anika Nobel. „Genau diese Situation haben wir uns in den letzten Jahren gewünscht“, sagt sie mit einem Lachen.

Was das Angebot angeht, zeigt sich schon der Krammarkt vielseitig: Tupperwaren, Miederwaren, Tischdecken, Socken, Pfannen oder auch Textilien (unter anderem in Übergrößen) gehören dazu. Es wird mitunter auch thematisch geordnet: So wartet etwa auf der Kapitelstraße eine eigene Manufaktur-Ecke mit regionalen Spirituosen, Lederwaren, einem Imker und mehr, ergänzt durch weitere Feinkostspezialitäten, Kräuter und Gewürze. Unnötige Wiederholungen sollen vermieden werden. Der Krammarkt verläuft entlang der Wasserstraße, dem Kirchplatz, der Kapitelstraße und Vor dem Delltor, wo die Fläche aufgrund der Nachfrage erweitert wurde.

Rheinfest mit Autoschau

Auf den weiteren Flächen der Innenstadt entfaltet sich das Rheinfest. Verschiedene Autohändler präsentieren die Neuheiten auf dem Marktplatz: Darunter finden sich die Autohäuser Leiting, Messink, Rolf Hüting, Fisser & Scheers und Maiboom sowie Heim & Haus.

Auch für Kinder gibt es bewährte Angebote, wie etwa ein Karussell, Waffeln, Zuckerwatte und Kinderschminken. Für ein Highlight – nicht nur für die Kleinen – sorgt die Blaulicht-Bande mit alten Feuerwehr-Autos. Um die passende Musikuntermalung kümmern sich das Tambourcorps und die Band Coverful light. Aber auch das Rheinfest als solches wird von lokalen Händlern bespielt. „Wir haben außerdem die ‚Holländer on tour‘ dabei“, ergänzt Nobel. Im Gepäck haben sie Blumen, Fisch, Pommes und Co. Weitere Gastronomen runden das Angebot ab: Da Vinci, die Millinger Braumanufaktur und die Weinkellerei Villa-Burg zum Beispiel.

Eine Änderung betrifft die Begrüßung: Statt zu Anfang erfolgt sie dieses Mal erst um 15 Uhr. „Die Rheinkönigin ist dieses Mal krankheitsbedingt leider verhindert“, merkt Anika Nobel an. An ihrer statt empfangen voraussichtlich Angela Hommen, Michael Roos und Nobel selbst die Gäste.

Eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung um 12 Uhr starten ab 13 Uhr dann auch die ansässigen Geschäfte in den verkaufsoffenen Sonntag. Das Ende der Veranstaltung ist um 18 Uhr. Ein Hinweis für Autofahrer: Bereits ab 8 Uhr gilt ein Parkverbot. Die Anwohner wurden bereits von der Stadt informiert.

Als mehr oder weniger neue Gesichter im Orga-Team stehen Anika Nobel und Johanna Ruyter (Mode ten Hompel) stellvertretend für den Nachwuchs, der die Reeser Innenstadt in die Zukunft tragen möchte. „Wir lernen von den Experten und übernehmen so langsam die Aufgaben“, sagt Ruyter. Auch für Franken ist das ein „Signal, dass es weitergeht.“

Laden herzlich dazu ein, das Rheinfest und den Krammarkt zu besuchen: (v.l.) Jörn Franken, Anika Nobel, Renate Bartmann, Johanna Ruyter und Ole Engfeld. NN-Foto: Thomas Langer