Sie leiten gemeinsam die Pfarrei St. Willibrord in Kleve (v.l.): Edgar Jansen, Reiner Rosenberg, Monika Baumans, Christel Winkels, Klaus Venhofen und Birgit van Heek. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer
3. März 2026 · Kleve

Konzept hat sich bewährt

Hamers bestätigt: Pfarrei St. Willibrord wird weiter im Team geleitet

KLEVE. Mit der Übergabe der Ernennungsurkunde, unterschrieben von Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers, hat das neue Beauftragtenteam der Pfarrei St. Willibrord Kleve offiziell seinen Dienst aufgenommen. Drei Frauen und drei Männer sind in den kommenden Jahren für die Geschicke der Pfarrei verantwortlich, unterstützt von einer Verwaltungsreferentin. Vor vier Jahren wurde das erste Team, damals noch vom inzwischen emeritierten Bischof Dr. Felix Genn, beauftragt, als eines der ersten im ganzen Bistum. Hintergrund war, dass der Pfarrei aufgrund des wachsenden Priestermangels kein Leitender Pfarrer mehr zugeteilt werden konnte.

„In unserer ersten Amtszeit hatten wir besonders zu Beginn viele Anrufe und Besuche aus anderen Pfarreien“, erinnert sich Christel Winkels, die als Pastoralreferentin hauptamtlich bei der Kirche arbeitet und, gemeinsam mit Diakon Klaus Venhofen, die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Team der nun Beauftragten vertritt. Vor vier Jahren hatte sie das Statut mitgeschrieben, das die Befugnisse und Anforderungen der sechsköpfigen Pfarreileitung festhält. Das Kirchenrecht sieht vor, dass es neben den Laien und Seelsorgern, die die Pfarrei leiten, auch noch einen sogenannten moderierenden Priester gibt. Dieses Amt hat Weihbischof Rolf Lohmann übernommen. „Das funktioniert sehr gut. Wir informieren den Weihbischof über unsere Beratungen und treffen uns bei Bedarf, in unser Tagesgeschäft greift er aber nicht ein“, erklärt Christel Winkels.

Reiner Rosenberg, der ebenfalls schon dem ersten Team angehörte und nun als einer von zwei Vertretern des Pfarreirates am Tisch sitzt, fasst die Aufgaben so zusammen: „Wir sind eine Denkfabrik, die Vorschläge dazu macht, welche Entscheidungen getroffen werden sollten und wie mögliche Problemlösungen aussehen. Aber das letzte Wort haben die entscheidenden Gremien, also Pfarreirat und Kirchenvorstand. Außerdem sind wir die ersten Ansprechpartner in allen Fragen, die aus den verschiedenen Gemeinden unserer Pfarrei kommen.“

Edgar Jansen als einer von zwei Vertretern des Kirchenvorstands und erstmals im Beauftragtenteam, ergänzt: „Wir kommen zwar aus den unterschiedlichen Gemeinden, bei unseren Beratungen geht es aber um das Wohl der ganzen Pfarrei.“ Diese Beratungen, das haben die vergangenen vier Jahre gezeigt, brauchen gerade bei Kontroversen Themen ihre Zeit, daher trifft sich das Team alle drei Wochen. „Ein einzelner Leitender Pfarrer entscheidet vielleicht schneller, aber wir bringen die Expertise von sechs Menschen zusammen, daher dauert es manchmal etwas länger“, erklärt Monika Baumanns, die ebenfalls vom Kirchenvorstand in das Beauftragtenteam entsandt wurde.

Es ist viel Zeit und viel Arbeit, die die vier ehrenamtlichen und die beiden hauptamtlichen Mitglieder in die Leitungsarbeit stecken. Während Rosenberg, Jansen und Monika Baumanns bereits in Rente sind, arbeitet Birgit van Heek im eigenen Familienbetrieb: „Dadurch bin ich zeitlich etwas flexibler, aber die Arbeit, die im Betrieb liegenbleibt, muss ich natürlich nachholen“, sagt sie. Das habe sie nach Gesprächen mit Christel Winkels und Monika Baumanns jedoch schon vorher gewusst. „Ich habe mich nach anfänglicher Skepsis für dieses Ehrenamt entschieden und freue mich nun, hier ganz neue Einblicke in das Leben und die Verwaltung unserer Pfarrei zu bekommen.“

Sie leiten gemeinsam die Pfarrei St. Willibrord in Kleve (v.l.): Edgar Jansen, Reiner Rosenberg, Monika Baumans, Christel Winkels, Klaus Venhofen und Birgit van Heek. Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer