Klever Festzelt zieht 2027 auf kleineren Parkplatz um
Die Live Gastro GmbH übernimmt als neuer Mitveranstalter und plant gemeinsam mit dem Klever Rosenmontagskomitee fünf Karnevalsveranstaltungen. Auch bei Bier und Softdrinks gibt es Neuerungen.
KLEVE. Der Klever Karneval ohne Klever Festzelt? Für Michael und Tina Kamps von der Live Gastro GmbH aus Kevelaer war das unvorstellbar. „Kleve und Goch sind die beiden Karnevalshochburgen im Kreis Kleve. Der Karneval kommt ursprünglich aus Kleve. Der Klever Karneval ist für mich ohne Karnevalszelt nicht vorstellbar“, sagt Michael Kamps. Nachdem sich der bisherige Festzelt-Mitveranstalter, die Kle-Event GmbH, im Juli zurückgezogen hatte, entschied sich der Gastronom deshalb, das Festzelt zu übernehmen. Im kommenden Jahr wird das Klever Festzelt damit wieder zu insgesamt fünf Veranstaltungen einladen. Den Auftakt bildet die Damensitzung am Freitag, 29. Januar, das Finale die After-Zoch-Party am Rosenmontag, 8. Februar.
2010 feierte das Klever Festzelt in der Klever Unterstadt seine Premiere. Jochen van Heek, heute Vorsitzender des Klever Rosenmontagskomitees (KRK), war damals als „Jochen der Funkende“ der erste Klever Karnevalsprinz, der ins große Festzelt einzog. In den vergangenen elf Jahren hatte die Kle-Event GmbH das Klever Festzelt gemeinsam mit dem Klever Rosenmontags-Komitee betrieben. Nach der Karnevalssession 2025/26 wurde das wirtschaftliche Risiko für Kle-Event jedoch zu groß, sodass sich das Unternehmen im Sommer dieses Jahres zurückzog.
Kurze Zeit später suchte Michael Kamps das Gespräch mit dem Klever Rosenmontags-Komitee, um die Nachfolge zu übernehmen. Die Live Gastro GmbH bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung mit. „In der Vergangenheit hatten wir unter anderem den Ausschank im Gocher Karnevalszelt, bei der Hubertuskirmes Kevelaer sowie bei Konzerten von PUR, Brings, Backstreet Boys und dem Parookaville-Festival“, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage. Kamps glaubt, wie er im Pressegespräch betonte, an den Erfolg des Klever Festzeltes und daran, dass sich dieses wirtschaftlich tragfähig umsetzen lässt.
Neben dem neuen Veranstalter gibt es in der bald startenden – und diesmal sehr kurzen – Karnevalssession weitere Neuerungen. Statt auf dem großen Parkplatz an der Hafenstraße in der Klever Unterstadt wird das Festzelt im Januar nächsten Jahres auf dem unmittelbar danebenliegenden, kleineren Parkplatz an der Ludwig-Jahn-Straße aufgebaut, direkt neben Edeka Brüggemeier. Die Stadt Kleve hat den beiden Veranstaltern inzwischen abschließend mitgeteilt, dass die Umbauarbeiten auf dem Parkplatz an der Hafenstraße Anfang des kommenden Jahres beginnen sollen. Deshalb muss das Klever Festzelt 2027 umziehen. „Wir wussten aber davon. Wir hatten bereits mehrere Gespräche mit der Stadt Kleve und haben deshalb immer mit beiden Parkflächen geplant“, betont van Heek. Das 30 mal 45 Meter große Festzelt wird etwas kleiner als sein Vorgänger sein, passt aber auch auf den kleineren Parkplatz. Für die Veranstalter stellt der Umzug deshalb kein Problem dar.
Auch bei den Getränken gibt es Veränderungen: Die langjährige Partnerschaft mit Warsteiner wurde beendet, künftig wird Veltins ausgeschenkt. Statt Pepsi gibt es außerdem Cola von Coca-Cola. Bier und Softdrinks sollen für 0,3 Liter jeweils 3,90 Euro kosten. Zusätzlich ist eine Sekt- und Cocktailbar geplant.
Beim Programm setzen das KRK und die Live Gastro GmbH, die eine langfristige Partnerschaft anstreben, auf Altbewährtes. Den Auftakt macht die Klever Damensitzung am Freitag, 29. Januar, ab 15.11 Uhr. Neben DJ Steven Verrip sorgen die Töns, die Karnevals- und Partyband Dörmakar aus Emmerich, die Kölner Band Boore und der Gocher Musikverein für Unterhaltung. Moderiert wird die Veranstaltung von den Kleefse Clubmännekes. Die Tickets kosten 29 Euro zuzüglich Gebühr. „Uns war es wichtig, mit dem Ticketpreis unter 30 Euro zu bleiben“, sagt Michael Kamps. Die Veranstaltung ist für Gäste ab 18 Jahren. Wie schon in diesem Jahr wird es auch 2027 keine Herrensitzung im Klever Festzelt geben.
Am Sonntag, 31. Januar, geht es ab 9.11 Uhr mit dem Prinzenfrühschoppen weiter. Für die musikalische Unterhaltung sorgen Dörmakar und DJ Steven Verrip. Der Eintritt kostet 15 Euro zuzüglich Gebühr. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.
Am Donnerstag, 4. Februar, folgt ab 15.11 Uhr der Möhneball mit Rick Arena, den Töns und DJ Steven Verrip. Der Eintritt beträgt 19 Euro zuzüglich Gebühr. Zutritt haben Gäste ab 18 Jahren. Beim Prinzenkostümball am Samstag, 6. Februar, ab 18.11 Uhr stehen Ina Colada und DJ Steven Verrip auf der Bühne. Tickets kosten ebenfalls 19 Euro zuzüglich Gebühr. Auch diese Veranstaltung richtet sich an Gäste ab 18 Jahren.
Das Finale bildet die After-Zoch-Party am Rosenmontag, 8. Februar, ab 14.11 Uhr. Mit Sternbush, Aquagen und DJ Binsi wird nach dem Rosenmontagszug weitergefeiert. Der Eintritt kostet 15 Euro zuzüglich Gebühr. Zutritt ist ab 16 Jahren möglich. „Die heute 16-Jährigen sind in fünf Jahren die 21-Jährigen. Sie sind also die Gäste von morgen und sie dürfen wir deshalb nicht jetzt von den Veranstaltungen ausschließen“, sagt Kamps.
Tickets für alle fünf Veranstaltungen sind ab sofort über die Online-Shops unter www.klever-festzelt.de und www.livegastro.ticket.io erhältlich.
Jochen van Heek (KRK), Andre van der Louw (KRK), Michael und Tina Kamps (beide Live Gastro GmbH) und Tim Tripp (KRK; v.l.) stellten die Pläne und das Programm für das Klever Festzelt 2027 vor. NN-Foto: SP