Die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks in Rheurdt. Foto: Gerhard Seybert
12. Februar 2026 · Rheurdt

KI kann Produktivität im Unternehmen steigern

Unternehmerfrühstück zum Thema „Künstliche Intelligenz“ in Rheurdt

RHEURDT/ISSUM. Für die einen bedeutet Künstliche Intelligenz bereits heute schon eine enorme Arbeitserleichterung, andere stehen der KI skeptisch gegenüber oder können damit (noch) nichts anfangen. Welche Chancen KI vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet, erfuhren zahlreiche Gäste nun beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve für die Gemeinden Rheurdt und Issum. Im Restaurant Zur Post in Rheurdt lautete das Motto: „Künstliche Intelligenz: Potenziale für KMU“. Zunächst wurden die Teilnehmer von Dirk Ketelaers, Bürgermeister der Gemeinde Rheurdt, und Alexander Alberts, Bürgermeister der Gemeinde Issum, begrüßt. Ketelaers zeigte sich erfreut, dass in Rheurdt das Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Wirtschaft gut funktioniere: „In unserer Gemeinde gibt es kurze Wege zwischen Rathaus und Unternehmen“, so der Bürgermeister. Aktuell sehe er zwar, wie in anderen Kommunen auch, viele Herausforderungen wie hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und fehlende Fachkräfte. „Aber es gibt viele Wege, voneinander zu lernen“, sagte Ketelaers. Eine Möglichkeit, für mehr Wachstum zu sorgen, ergebe sich durch die Erweiterung des Gewerbegebietes in Schaephuysen. „Dort entstehen in den nächsten Jahren rund zwei Hektar zusätzliche Fläche“, so der Bürgermeister.

Auch in Issum wird viel investiert, etwa in das Freibad, eine neue Fahrzeughalle für die DLRG und in die Modernisierung des Rathauses. „Wir beginnen mit den Planungen für das Sportplatzgelände Sevelen, errichten eine Unterkunft für Geflüchtete in Sevelen und gehen auch die Erschließung des dortigen Neubaugebiets an“, sagte Bürgermeister Alberts. Gut angenommen werde die App der Gemeinde Issum und das neue Gemeindemagazin.

Kreisweite Entwicklungen erfuhren die Gäste dann von Brigitte Jansen, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, die die Aufgabengebiete und vielfältigen Aktivitäten der Kreis-WFG vorstellte.

René Gichtbrock, Partner bei der KPP Steuerberatungsgesellschaft aus Kleve, sowie Gerrit Röhl, IT–Manager bei KPP, hielten anschließend einen Keynote-Vortrag mit dem Titel: „KI verstehen und nutzen: Ein Kompass für KMU“. Die Gäste erfuhren dabei, wie KI in verschiedene Branchen genutzt wird, welches Potenzial es noch zu heben gibt und welche rechtlichen Aspekte Unternehmen beachten sollten.

In einer Gesprächsrunde ging es darum, wie lokale Unternehmer KI in ihren Firmen einsetzen und welche Erfahrungen sie damit gesammelt haben. Gesprächspartner waren Sebastian Ingendahl, Inhaber der Elektrotechnik Ingendahl, Jan Laufkötter, Geschäftsführer der UVND Technology, und René Gichtbrock von KPP. Ingendahl bietet Elektroninstallationen aller Art für Gewerbe- und Privatkunden an.

Künstliche Intelligenz nutzt Ingendahl vor allem im Bereich der Kundenkommunikation. Das Unternehmen „beschäftigt“ KI-Agentin Petra, die Anrufe entgegennimmt, wenn die Leitungen ausgelastet sind oder der Chef gerade nicht ans Telefon gehen kann. Künftig möchte die Rheurdter Firma KI auch für Kommunikation per E-Mail und die Organisation von Arbeitsabläufen nutzen. Sein Rat an alle Unternehmer: „Probieren sie die Möglichkeiten der KI einfach aus. Die Chance ist groß, dass Künstliche Intelligenz für Sie hilfreich ist.“

Die UVND Technology von Jan Laufkötter betriebt KI auf eigenen Servern und unterstützt Unternehmen dabei, die Vorteile der künstlichen Intelligenz (KI) zu nutzen. Laufkötter ist überzeugt: „Wer jetzt nicht mit KI startet, ist hintenan. Unternehmen können durch KI an Effizienz gewinnen und Zeit sparen.“ Wichtig sei, „digitale Souveränität“ zu bewahren. „Man kann KI auch lokal betreiben, ohne, dass Daten abließen“, sagte Laufkötter.

Auch René Gichtbrock betonte: „Daten sind für uns das höchste Gut und müssen sicher sein.“ Seine Empfehlung an die Gäste: „Haben Sie keine Angst vor KI und gehen Sie stattdessen offen an das Thema heran. Ich bin sicher, dass KI zu Arbeitserleichterungen führt“.

Die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks in Rheurdt. Foto: Gerhard Seybert