Karl Döring bleibt Sprecher der katholischen Altenhilfe im Kreis Kleve
Austausch über Personalgewinnung und neue AVR-Regelungen
KREIS KLEVE. Karl Döring, Vorstand des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer, bleibt Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Altenhilfeeinrichtungen im Kreis Kleve. Die Mitglieder bestätigten ihn bei ihrer jüngsten Sitzung in den Räumlichkeiten des Caritasverbandes Kleve einstimmig für weitere zwei Jahre. Auch sein Stellvertreter Jörg Matenaers (Katholische Karl-Leisner-Pflegehilfe gGmbH) wurde einstimmig im Amt bestätigt. Neben der Wahl standen die Personalsituation in der Altenhilfe und die bevorstehenden Änderungen der Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) auf der Tagesordnung.
„Die Herausforderungen in der Altenhilfe lassen sich am besten gemeinsam angehen. Der regelmäßige Austausch hilft uns, Erfahrungen aus den Einrichtungen zu teilen und Lösungen für die Fragen zu finden, die uns alle beschäftigen“, sagt Karl Döring. Die Mitglieder dankten ihm in seiner Funktion als Sprecher der AG und seinem Stellvertreter für das Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.
Nachwuchs gewinnen, Erfahrung sichern
Wie können die Einrichtungen auch künftig genügend qualifizierte Mitarbeiter gewinnen? Diese Frage beschäftigte die Teilnehmer besonders. Mit der aktuellen Bewerberlage zeigten sich die Vertreter der katholischen Altenhilfeeinrichtungen im Kreis Kleve durchaus zufrieden. Mit Blick auf die kommenden zehn bis 15 Jahre sehen sie jedoch Handlungsbedarf. „In diesem Zeitraum werden viele erfahrene Mitarbeitende in den Ruhestand gehen. Um die freiwerdenden Stellen zu besetzen und Wissen in den Einrichtungen zu halten, bleibt eine nachhaltige Personalakquise eine zentrale Aufgabe“, sagt Karl Döring. Die Einrichtungen tauschten sich deshalb über ihre Erfahrungen bei der Stellenbesetzung und über Maßnahmen im Recruiting aus. Ziel ist es, auch langfristig ausreichend qualifiziertes Personal für die Versorgung älterer Menschen zu gewinnen.
Neue Arbeitsvertragsrichtlinien ab 2027
Ein weiteres wichtiges Thema war die Umstellung auf die AVR 2027. Die Abkürzung steht für Arbeitsvertragsrichtlinien. Sie regeln die Arbeitsbedingungen und die Vergütung vieler Beschäftigter bei kirchlichen Einrichtungen wie Krankenhaus und Caritas. Zum 1. Januar 2027 tritt eine neu strukturierte Fassung in Kraft. Für bestimmte Beschäftigtengruppen ändert sich damit insbesondere das System der Eingruppierung und Vergütung. Die Umstellung kann für die Träger mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. Nach Angaben der Caritas werden die umstellungsbedingten Mehrkosten für Einrichtungen mit betroffenen Beschäftigten im bisherigen Vergütungssystem durchschnittlich auf etwa ein bis 1,5 Prozent geschätzt. Wie hoch die tatsächliche Belastung ausfällt, hängt von der jeweiligen Personalstruktur ab. Hinzu kommen weitere Kosten, beispielsweise für die Vergütung von Bereitschaftsdiensten in Pflegeeinrichtungen. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft nutzten die jüngste Sitzung, um offene Fragen zur Umsetzung zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen. „Für die Einrichtungen geht es darum, die neuen Regelungen rechtzeitig vorzubereiten und ihre Auswirkungen auf Personalplanung und Finanzierung im Blick zu behalten“, sagt Karl Döring.
Karl Döring (l.) und Jörg Matenaers freuen sich über die Wiederwahl. Foto: Alexia Meyer/Caritasverband Kleve