Kandidaten stellten sich den Fragen der Bürger
WWG-Forum zur Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten in Wankum
WANKUM. Zur Podiumsdiskussion hatte die Wankumer Wählergemeinschaft nach Wankum in die Räumlichkeiten der Autowerkstatt Koenen eingeladen. Der erste Vorsitzende der WWG, Peter Philipps, konnte rund 90 Personen sowie den amtierenden Bürgermeister Paul Hoene und den Herausforderer Christian Mannitz begrüßen. Frank Isler, als weiterer Bewerber, hatte leider absagen müssen.
Die WWG hatte entschieden, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen und auch keine Wahlempfehlung für einen Kandidaten auszusprechen. „Die Bürger sollen ihren Bürgermeister wählen. Wir, als derzeit zweitstärksten Kraft im Wachtendonker Rat, sehen es als unsere demokratische Pflicht, diesem Bürgerwillen zu entsprechen und dem neuen Bürgermeister bereits heute eine konstruktive aber auch kritische Zusammenarbeit zuzusichern“, erklärte Philipps, der die Moderation übernahm und die Regularien für die nachfolgende Podiumsdiskussion vorstellte. Jeder Kandidat hatte zunächst 15 Minuten Zeit zur freien Verfügung, bevor sie sich den Fragen der Bürger stellten.
Paul Hoene gab einen Rückblick auf seine erste Amtszeit und verwies exemplarisch auf erfolgreiche Umsetzungen, zum Beispiel die neue Homepage mit Mängelmelder, auf neue Kanäle in sozialen Medien und auf die wöchentliche Freitagsinfo, mit denen er persönlich die Bürger über die aktuellen Entwicklungen im Ort informiert. Er legte erfolgreiche, abgeschlossene oder bereits begonnene Maßnahmen dar, wie den Kita-Neubau, die Erweiterung der Grundschule in Wankum sowie die Baumaßnahme an der Nettebrücke, dem Friedensplatz und an der Aerbecker Straße. Er verwies auf sein Engagement für eine Bürgerhalle und für die Verbesserung des öffentlichen Personenverkehrs, wie zum Beispiel. der Schnellbuslinie SB41. Seine Vision bis 2035 ist, dass Wachtendonk eine dynamische Gemeinde mit vielen jungen Familien und einer starken Dorfgemeinschaft ist und nicht zu einem „Schlafdorf“ werden darf. Christian Mannitz, als Herausforderer, gab sich als Wachtendonker seit seiner Geburt vor 44 Jahre zu erkennen. Derzeit ist er als selbstständiger Gewürzhändler in seinem Familienunternehmen in der dritten Generation beruflich tätig. Er wünscht sich mehr Tempo und will dies durch eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Politik und einem engeren Kontakt zu den Vereinen erreichen. Seine ersten politischen Erfahrungen hat er als Kinder- und Jugendbürgermeister gemacht. Gewerbegebiete möchte er verstärkt entwickeln, um ausreichende Gewerbesteuereinnahmen generieren zu können und die Schaffung weiterer Wohnbaugebiete sieht er als dringend notwendig an. Man kann nicht immer weiter Steuern und Gebühren erhöhen, sondern muss aktiv nach Möglichkeiten zur Kosteneinsparung suchen. Eine restriktive Personalpolitik würde er da auch nicht ausschließen wollen.
Aus dem Publikum wurden zahlreiche Fragen zu Themen, wie Landwirtschaft, Schulen, alternative Energien, Ärztehaus, Jugend und Senioren gestellt, zu denen die Kandidaten bereitwillig Antwort gaben.
Zur Podiumsdiskussion hatte die WWG nach Wankum in die Räumlichkeiten der Autowerkstatt Koenen eingeladen.Foto: privat