Kanäle in Esserden und Haldern werden saniert
Aufgrund von spezieller Bauweise sind keine Straßenöffnungen erforderlich
„Der Vorteil ist, dass wir dafür keine offene Bauweise durchführen müssen“, erläutert Frank Tielkes vom Abwasserbetrieb der Stadt Rees. „Die Sanierung erfolgt über die bestehenden Schachteingänge.“ Das verkürze die gesamte Maßnahme. Tielkes rechnet mit einer Bauzeit bis Ende November.
„Die baulichen Zustände und Undichtigkeiten machen es notwendig, dass wir hier tätig werden“, sagt Tielkes. Der mittels Kamerainspektion untersuchte Betonkanal im Grüttweg mit einer Länge von rund 440 Meter zeigt intensive Korrosionen und die Steinzeugrohre in der Klosterstraße mit etwa 600 Metern weisen Risse und Undichtigkeiten auf. „Die Abdichtung der Rohrmuffenverbindungen bei den alten Keramikrohren wurde mit Teerstricke aus Hanf vollzogen, welches nicht mehr den heutigen Dichtheitsanforderungen genügt“, sagt Tielkes. Die Einschränkungen sollen sich für die Anlieger und Verkehrsteilnehmer im vertretbaren Rahmen halten. „Wir beugen hiermit aktiv einer größeren vielleicht sogar offenen Baumaßnahme vor“, erklärt Tielkes.
Es kommt voraussichtlich zu verkehrstechnischen Beeinträchtigungen durch das Baufahrzeug. Für einen reibungslosen Ablauf wird auf den jeweiligen Straßen ein Parkverbot eingerichtet. In Haldern ist das bereits passiert. Außerdem sollte während der aktiven Sanierungsmaßnahme kein größerer Abwasserfluss stattfinden – zum Beispiel durch die Benutzung der Waschmaschine oder Badewanne. Der Abwasserbetrieb gibt aber an, dass die Anwohner auch noch per Handzettel informiert werden.
Frank Tielkes vom Abwasserbetrieb der Stadt Rees (r.) und Tobias Angenendt von der Kottowski Ingenieurgesellschaft begleiten die Kanal-Sanierungen. Foto: Stadt Rees